Siglufjörður fotografieren – Lieblingsfoto der Woche 28/2026

Der Norden Islands kann rau sein. Windig, kühl, dramatisch – mit Bergen, Fjorden und Wetter, das sich innerhalb weniger Minuten verändert.
Und dann gibt es diese Nachmittage, an denen alles ruhig wirkt.
Dieses Foto von Harald Geiger zeigt einen solchen Moment: stilles Wasser im Hafen, klare Spiegelungen und ein alter Holzsteg im Vordergrund, der den Blick direkt ins Bild hineinführt.
Gerade im Norden Islands sind solche Motive besonders reizvoll. Die Orte liegen oft eingebettet zwischen Fjord, Bergen und Meer. Wenn das Wasser ruhig ist, entstehen Spiegelungen, die aus einer schönen Hafenszene ein sehr grafisches Bild machen.
Bei diesem Foto funktioniert genau das besonders gut: Der Steg im Vordergrund gibt dem Bild Tiefe. Die alten Holzpfosten setzen Rhythmus und Struktur. Die Spiegelung der Gebäude verbindet Wasser und Architektur. Dahinter steigen die Berge auf – nicht als laute Kulisse, sondern als ruhiger Abschluss der Szene.
Siglufjörður fotografieren: Wie der Vordergrund den Blick ins Bild führt
Bei dieser Aufnahme ist nicht allein die Spiegelung entscheidend, sondern vor allem der Vordergrund. Der alte Holzsteg beginnt unmittelbar am unteren Bildrand und führt den Blick Schritt für Schritt in die Hafenszene hinein. Solche führenden Linien sind ein wirkungsvolles Mittel, um einer Landschaftsaufnahme Tiefe zu geben.
Die einzelnen Holzpfosten erzeugen zusätzlich Rhythmus und unterbrechen die große ruhige Wasserfläche. Gleichzeitig verbinden die Spiegelungen Gebäude, Wasser und Berge zu einer geschlossenen Komposition.
Mit 34 mm Brennweite bleibt die Perspektive natürlich: weit genug, um Hafen und Umgebung einzubeziehen, aber ohne die Szene unnötig auseinanderzuziehen. Blende f/8 sorgt für ausreichende Schärfentiefe vom Vordergrund bis zu den Bergen. Bei ISO 100 und 1/200 Sekunde bleibt die Aufnahme technisch sauber und scharf.
Gerade in Siglufjörður lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die umliegenden Berge zu schauen. Stege, Hafenanlagen, Häuser und Spiegelungen bieten viele Möglichkeiten, Landschaft und Architektur miteinander zu verbinden.
Aufnahmedaten und Ausrüstung
Foto: Harald Geiger
Kamera: Sony ILCE-1
Objektiv: Sony FE 24–70mm F2.8 II
Brennweite: 34 mm
Blende: f/8
Belichtungszeit: 1/200 Sek.
ISO: 100