Die unberührte Schönheit der Westfjorde: Eine herbstliche Fotoreise durch Islands wilde Dramatik.

Willkommen zu einem Bericht über unsere Fotoreise in die entlegenen Westfjorde Islands. Die Erkundung der Westfjorde verspricht weit mehr als nur atemberaubende Natur. Es ist die unberührte Abgeschiedenheit, die wilde Dramatik und die schiere Weite dieser Region, die einen in ihren Bann zieht und nicht mehr loslässt. Begleiten Sie uns auf einer faszinierenden Reise durch dieses abgelegene Paradies am Polarkreis und lassen Sie sich von den Eindrücken verzaubern.

Die Westfjorde sind ein Traumziel für Fotografen und alle Natur-Begeisterten. Wie riesige Finger ragen die einzelnen Fjorde ins Landesinnere, mit kleinen Siedlungen und atemberaubenden Fotomotiven in jeder Bucht. Nach zwei Fotoreisen im/um sog. Golden Circle in Island war es an der Zeit für Island 2.0: die Westfjorde! Im September 2019 war es so weit: mit einer gewohnt kleinen Gruppe von nur 6 Fotobegeisterten und einer riesigen Erwartungshaltung sind wir von Reykjavik mit einer kleinen Maschine direkt nach Ísafjörður gestartet.

Blick auf Ísafjörður, Fotoreise Island Westfjorde

Unsere Erwartungen waren riesig. Sie sollten weit übertroffen werden.

Man braucht viel Zeit in den Westfjorden: die (langen) Wege sind hier tatsächlich das Ziel. Es gibt soooo viel zu entdecken!

Hier eine kleine Auswahl aus den vielen, vielen Fotos, die ich nach Hause gebracht habe – viel Spaß bei der Lektüre!

Flughafen Isafjördur, Westfjorde Island

Isafjördur – die Hauptstadt der Westfjorde

Ísafjörður bedeutet schlicht Eisfjord und ist eine Ortschaft mit nicht mal 3.000 Einwohnern. Was bei uns als kleines Dorf durchgehen würde, ist in den Westfjorden eine Stadt.

Obwohl die Stadt über einen kleinen Flughafen verfügt, der hauptsächlich für Inlandsflüge genutzt wird, ist der Zugang über Land oft die bevorzugte Option für Reisende, die die spektakuläre Landschaft der Westfjorde erleben möchten.

Wir haben den Luftweg gewählt und sind an einem verregneten Morgen in Ísafjörður gelandet. Unsere SUV’s standen schon bereit. Die Taschen und das Foto-Equipment waren schnell verstaut und schon ging es los.

Zur ersten Sehenswürdigkeit dauert es nur 10 Minuten: Das Freilichtmuseum Ósvör ist eine Nachbildung einer alten isländischen Fischerstation aus dem 19. Jahrhundert, der Kurator begrüßt uns im traditionellen Fischerkostüm. Tolle Fotomotive!

Freilichtmuseum bei Isafjördur, Westfjorde Island

Die größte Sehenswürdigkeit in Ísafjörður ist wohl der Fußgängerübergang.

Hochhäuser oder andere urbane Bebauung sucht man hier vergeblich. Ein paar Straßen, ein Supermarkt, Hafen, Kirche und bunte Häuschen bestimmen den Ort. Die größte Attraktion der Ortschaft ist vielleicht der Zebra in 3D.  Das 3D Design soll dazu beitragen, dass Autofahrer mehr auf kreuzende Fußgänger achten und vom Gas gehen, wenn sie durch die Stadt fahren. Das mussten wir natürlich schon überprüfen! Was von der anderen Seite eher komisch anmutet, entpuppt sich in Fahrtrichtung tatsächlich als ein “schwebender Zebrastreifen” ;)

Impressionen Isafjördur, Island Westfjorde

Réttir ist, wenn  800.000 Schafe zurück in den Stall gebracht werden müssen. Das Spektakel lassen wir uns nicht entgehen.

Die meisten laufen den ganzen Sommer frei herum: etwa 800.000 Schafe streifen frei durch das Land, mehr als doppelt so viele wie die Bevölkerung Islands. Nach der Lammzeit im Mai lassen die Bauern ihre Herden auf den Hängen des Hochlands weiden.

Im September beginnt der Réttir – die landesweite Sammelaktion, bei der Menschen zu Fuß, mit ATVs oder isländischen Pferden ihr Vieh aus den Bergen und Tälern zurückholen. Das anstrengende Unterfangen erfordert manchmal tagelanges Reiten, und ganze Gemeinschaften kommen zur Unterstützung zusammen.

Während des Réttirs werden die Schafe von den Bauern und ihren Hunden über weite Landschaften getrieben, begleitet von Gesängen und Traditionen, die seit Jahrhunderten überliefert werden. Freunde, Familie und Nachbarn kommen zusammen, um einander beim Umgang mit ihren Schafen zu helfen.

Touristen sind herzlich eingeladen sich zu beteiligen – und zu fotografieren. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

rettir island westfjorde
Die Westfjorde haben fotogene Ecken, wohin man blickt. Das Wetter ist praktisch egal - jede Witterung hat ihren eigenen Charme.
Wenn man in den Westfjorden lebt, hat man meist ein Boot.
Westfjorde: der Weg ist das (fotografische) Ziel.

Wenn man in den Westfjorden lebt, hat man meist ein Boot.

Fotoreise Island Westfjorde

Dynjandi-Wasserfall: Ein Naturwunder in den Westfjorden Islands

Der Dynjandi-Wasserfall, auch bekannt als Fjallfoss, ist einer der spektakulärsten Wasserfälle Islands und eines der fotografischen Highlights der Fotoreise.

Nomen est Omen: Dynjandi, “Der Dröhnende”, stürzt mit einem ohrenbetäubenden Getöse in die Tiefe. Genau genommen sind es mehrere Wasserfälle, die sich treppenartig mehr als 100 Meter tief über eine Felswand ergießen. Dieses Wasser speist wiederum mehrere darunter liegende, kleinere Wasserfälle. Auf dem Weg nach oben kommt man an ihnen vorbei.

Das Wasser fließt in breiten, filigranen Strömen von einer Höhe von 100 Metern herab und bietet ein atemberaubendes Fotomotiv.

Darunter gibt es eine Reihe von Wasserfällen entlang des Flusslaufs, darunter Bæjarfoss, Hrísvaðsfoss, Göngumannafoss, Strompgljúfrafoss und Hæstahjallafoss.

Obwohl alle äußerst fotogen sind: der Aufstieg lohnt sich!

Wasserfall Dynjandi in den Westfjorden, Island

In den Westfjorden gibt es viele Thermalquellen. An vielen Stellen einfach ein Schwimmbecken gebaut – mitten im Nichts.

Spektakuläre Aussichten warten quasi hinter jeder Kurve! Bekanntlich verfügt Island über jede Menge heiße Quellen. In den Westfjorden hat man an vielen Stellen einfach ein Schwimmbecken gebaut – meist einfach in die wilde Landschaft. Oft steht ein kleines Häuschen zum Umziehen daneben, manchmal auch nicht. Warm ist das Wasser aber auf jeden Fall und ein Bad in dem Thermalwasser ist eine Wohltat, besonders wenn es kalt ist.

Von der spektakulären Aussicht ganz geschweige!

Baden im Naturpool in den Westfjorden Island
Westfjorde-138

Kollafjarðarheiði oder F66. Eine fantastische Verbindung zu den nördlichen Westfjorden.

Kolla….Heidi – was? Wie auch immer diese Straße heißt, unter den Offroad-Liebhabern ist das einfach nur die F66. Die Straße ist die einzige quer-Verbindung zu den nördlichen Fjorden, ansonsten muss man auf der 60, die zu 61 wird, einen großen Umweg fahren. F66 ist DIE offroad in den Westfjorden und bietet fantastische Aussichten. Auf der ganzen Strecke haben wir kein einziges Fahrzeug getroffen.

F-road. Was bedeutet es? F steht für “fjalla”.

Das heißt “Berge” auf Isländisch. F-roads sind also Bergstraßen, eher Bergwege im Hochland. Cool, aber gefährlich – insbesondere mit dem falschen Fahrzeug! Falls Sie mal selbst fahren wollen – vergewissern Sie sich, dass ihr Mietauto für F-Roads zugelassen (und damit versichert) ist. Niemals alleine fahren, immer einen Schleppseil dabei haben!
Im Falle eines Falles: in Island hat man praktisch überall Funkverbindung, auch im Hochland. Aber: Eine Bergung im Hochland ist sehr, sehr kostspielig!

Jede Menge Stops, noch mehr Bilder. Kurz mal die Karte checken und weiter. Eine lange Bergabfahrt mündete in einem Bach, naja, eher in einem kleinen Fluß. Kein Problem für unsere Geländewagen. Wir lieben Wasserspiele!

offroad auf der F66 Island Westfjorde
offroad auf der F66 Island Westfjorde
offroad auf der F66 Island Westfjorde
offroad auf der F66 Island Westfjorde

Die herbstliche Pracht der Westfjorde: Eine Fotoreise durch Islands Magie am Polarkreis.

Während unserer Fotoreise im September offenbarte sich uns die faszinierende Schönheit der Westfjorde inmitten der herbstlichen Pracht.

Die Landschaft erstrahlte in warmen Farbtönen von Gold, Rot und Orange, die Hänge von einem Mosaik aus bunten Heiden, Moosen und niedrigen Sträuchern überzogen und der herbstliche Himmel in seinen sich stets ändernden Blautönen tat das Übrige. Die Atmosphäre war magisch und wir konnten von der einzigartigen Stimmung in den Westfjorden einfach nicht genug kriegen.

Herbststimmung in den Westfjorden, Fotoreise Island
Herbststimmung in den Westfjorden, Fotoreise Island

Die traditionelle Salzproduktion im Saltverk in den Westfjorden: nachhaltig und CO2 neutral.

Das Saltverk in den Westfjorden (https://www.saltverk.com) produziert Salz in Handarbeit, wobei das Verfahren seit dem 17. Jahrhundert nur minimal verändert wurde. Angetrieben von geothermischer Energie, ist der gesamte Betrieb umweltfreundlich und nachhaltig.

Bei einer Führung durch das Werk haben wir die verschiedenen Schritte der Salzherstellung gesehen und erhielten einen spannenden Einblick hinter die Kulissen.

Während der gesamten Salzproduktion wird heißes Geysirwasser mit einer Temperatur von 93°C aus den heißen Quellen von Reykjanes verwendet. Die geothermische Energie ist die einzige Energiequelle, die genutzt wird. Das bedeutet, dass während des gesamten Prozesses keine CO2- und CH4-Emissionen verursacht werden.

Das Meerwasser wird in offene Pfannen gepumpt. Dort wird es erwärmt bis es zu einer starken Sole mit einem Salzgehalt von 17-20% verdichtet. Anschließend wird die Sole weiter erwärmt, bis weiße Kristalle auf der Oberfläche erscheinen und langsam auf den Boden der Pfanne fallen. Anschließend wird das Salz mit Sieben herausgehoben, getrocknet und verpackt.

Saltverk ist einer der wenigen vollständig nachhaltigen Hersteller von Flocken-Meersalz weltweit. Zu den Kunden von Saltverk gehören Gourmet Restaurants weltweit, private Kunden und jetzt auch wir.

Saltverk in den Westfjorden produziert nachhaltig und CO2 neutral Salz aus Meerwasser.
Saltverk in den Westfjorden produziert nachhaltig und CO2 neutral Salz aus Meerwasser.
Saltverk in den Westfjorden produziert nachhaltig und CO2 neutral Salz aus Meerwasser.
Saltverk in den Westfjorden produziert nachhaltig und CO2 neutral Salz aus Meerwasser.

Lost Places, schwarze Kirchen und alte Heringsfabriken in den Westfjorden Islands

Die abgelegenen Westfjorde Islands bergen eine Fülle von “Lost Places”, darunter alte verlassene Heringsfabriken, die einst das wirtschaftliche Leben der Region prägten.

Sie zeugen von vergangenen industriellen Boomzeiten, in denen die Heringsindustrie florierte, bevor sie durch den Niedergang des Heringsfangs und wirtschaftliche Veränderungen aufgegeben wurden.

Die raue und isolierte Landschaft der Westfjorde verleiht diesen verlassenen Fabriken eine geheimnisvolle Aura, die uns Fotografen magisch anzieht.

Warum finden Fotografen Lost Places so anziehend?

Es sind die Kontraste zwischen der wilden Natur Islands und den von Menschen geschaffenen Strukturen, die den verlassenen Heringsfabriken eine unvergleichliche Ästhetik verleihen. Verfallene Gebäude und rostige Maschinen sind immer ein Motiv für beeindruckende Fotografien, die die Vergänglichkeit und Schönheit des Verfalls einfangen. Die Zeit scheint hier stillzustehen, während die Natur langsam beginnt, die verlassenen Strukturen zurückzuerobern.

Gerade wegen ihres Verfalls und ihrer Abgeschiedenheit haben diese Lost Places einen besonderen Reiz und erzählen eine faszinierende Geschichte von Islands industrieller Vergangenheit. In den vergessenen Fabriken und verlassenen Gebäuden spiegelt sich die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens wider – und dient gleichzeitig als inspirierendes Motiv für die Kunst.

In den Westfjorden finden sich einige sog. “lost places” – ein Paradies für Fotografen!

Exklusiv. Fotoshooting in der alten Heringsfabrik.

Die gesamte Foto-Reise in den Westfjorden ist einfach phenomenal. Aber – IN der Heringsfabrik fotografieren zu dürfen, das ist das Sahnehäubchen!

Einen ganzen Nachmittag hatten wir die Fabrik exklusiv für uns alleine. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Atmosphäre in der Fabrik kann man nicht beschreiben. Hier eine kleine Kostprobe:

Djupavik. Im Schutz des Fjordes und der Berge versteckt sich ein Juwel aus längst vergangener Zeiten und ein Spielplatz für Fotografen.
Diese Heringsfabrik war einst eine der größten in Island. Heute arbeiten hier nur noch der Zahn der Zeit - und die Fotografen!

Djupavik. Im Schutz des Fjordes und der Berge versteckt sich ein Juwel aus längst vergangener Zeiten und ein Spielplatz für Fotografen.

Ein Paradies für Liebhaber von Lost Places. Hier werden manchmal Kunstausstellungen veranstaltet.
Djupavik Heringsfabrik. Eine Kunstinstallation im alten Fischtank.
Den alten Fischtank hat ein Künstler für seine Installation vereinnahmt.

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Am nächsten Tag schauen wir uns Djupavik von oben an. Die alte Heringsfabrik gehört mittlerweile unserem Gastgeber Magnus Karl Petursson und seiner Familie. Magnus hat seinen Job in Reykjavik an den Nagel gehängt und an den vielleicht einsamsten Ort in Island gewechselt: Djúpavík. Hier führt er das gleichnamige Hotel und restauriert nach Kräften die Heringsfabrik.

Der Blick von oben ist schwindel- und atemberaubend!

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In Island sind Kirchen – auch die in Nirgendwo – meist offen, also werfen wir einen Blick hinein.

In Island wurden nicht nur in größeren Gemeinden Kirchen gebaut, auch jede kleine Siedlung hatte “seine” Kirche. Diese alten Kirchen, oft aus Holz gebaut und mit traditioneller Architektur verziert, fügen sich harmonisch in die umgebende Landschaft ein und bieten ein tolles Fotomotiv – innen wie außen.

In Island sind fast alle Kirchen – außer die im Privatbesitz – offen, also werfen wir einen Blick hinein.

Eine alte Kirche in den Westfjorden. Klein, bunt, autogen.
Eine moderne Kirche in den Westfjorden. Die Kirchen sind meist offen und haben ein sauberes WC. Praktisch für Besucher und Reisende!
Eine moderne Kirche in Arnes.. Die Kirchen sind meist offen und haben ein sauberes WC. Praktisch für Besucher und Reisende!

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Ein Bett auf dem Friedhof? Die Isländer haben nicht nur schwarze Kirchen, sondern wohl auch den farblich passenden Humor.

Ein genialer Tag in den Westfjorden: Wale zu Mittag, Robben am Nachmittag, Aurora in der Nacht.

Zur Mittagspause kamen auch ein paar Nördliche Entenwale (Sachen gibts!) vorbei – wer weiß, vielleicht gibt es etwas Leckeres?

Wal kann nie wissen…

Mittagspause mit Walen. Westfjorde, Island

Eine weitere tierische Begegnung hatten wir am späten Nachmittag: ein paar Robben haben sich für uns in Pose gelegt. Die Frage ist dann immer: Wer beobachtet hier eigentlich wen?

Ein Fall für das Teleobjektiv: Robben kann man in den Westfjorden entlang der Küste und auf den zahlreichen kleinen Inseln der Region beobachten und fotografieren.

Aurora Borealis: Tanzende Lichter am nächtlichen Himmel der Westfjorde

Wir waren im September unterwegs und natürlich hofft das Fotografenherz jeden Abend auf Aurora!

Die Aurora Borealis, auch bekannt als Nord- oder Polarlichter, ist ein Naturphänomen, das in den dunklen Nächten der Westfjorde Islands bei günstiger Witterung zu sehen ist. Diese leuchtenden Farben, die am Himmel tanzen, entstehen durch die Wechselwirkung von Sonnenwinden mit der Magnetosphäre der Erde. Die Westfjorde bieten aufgrund ihrer geringen Lichtverschmutzung und ihrer abgelegenen Lage ideale Bedingungen für die Beobachtung dieses magischen Spektakels.

Endlich! Die Sonnenwind-Vorhersage war günstig, es könnte heute Nacht passieren! Wir liegen auf der Lauer. Und tatsächlich! Gegen 23h war es soweit!

Übrigens: unsere kostenlose  Broschüre “Polarlichter Fotografieren” bietet Ihnen wertvolle Tipps und Tricks, um diese magischen Lichter mit Ihrer Kamera einzufangen. Von der optimalen Kameraeinstellung bis hin zur Auswahl des richtigen Standorts bieten wir Ihnen umfassende Anleitungen, um atemberaubende Fotos der Aurora Borealis zu machen. Hier downloaden. 

Polarlichter in Djupavik, Westfjorde Island
Ein Vordergrund zeigt die Dimension und das Größenverhältnis auf. Hier haben die alte Heringsfabrik und das Schiffswrack als Vordergründe gedient.

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Es wurde mir versichert, dass heutzutage in Hólmavík keine Hexen mehr verbrannt werden, ich nahm mich trotzdem in Acht. You never know ;)

Zurück in der Zivilisation, jedenfalls nach den Maßstäben der Westfjorde. In dem beschaulichen Örtchen Hólmavík gibt es ein paar skurrile Häuschen, einen Supermarkt, eine Tankstelle und eine Hexen-Bierbrauerei (https://galdurbrugghus.is/en/) die ein fabelhaftes Bier braut. Unbedingt probieren!

Ähm… und …. Hexen-Verbrennung. Also – früher jedenfalls. Heute befindet sich an der ehemaligen Verbrennung-Stelle ein “Zauberei und Hexerei- Museum” und Kaffi Galdur. Hier kann man nicht nur das Bier aus der örtlichen Brauerei kosten (https://galdurbrugghus.is/en/), sondern auch alte Runen und anderes “Werkzeug” kaufen.

Übrigens: es wurde mir versichert, dass heutzutage in Hólmavík keine Hexen mehr verbrannt werden, ich nahm mich trotzdem in Acht. Frau kann nie wissen….

Holmavik ist eine kleine Stadt in den Westfjorden
Holmavik ist eine kleine Stadt in den Westfjorden
Isländische Dreifaltigkeit: Galdr, Vettur und Kukl. Skál!
Isländische Dreifaltigkeit: Galdr, Vetur, Kukl. Skál!

Holmavik, Westfjorde.

Grábrók: Einzigartige vulkanische Formation an der Ringstraße.

Grábrók und die umliegenden Vulkane liegen verkehrsgünstig entlang der Ringstraße im Westen Islands, was sie zu einem einfachen und zugänglichen Ziel für Reisende und Fotografen macht. Hier machen wir natürlich einen Wander- und Fotostop.

Der Aufstieg auf den Gipfel von Grábrók ist kurz und angenehm: es gibt eine umlaufende Treppe, die an sich schon ein Fotomotiv ist. Oben haben wir einen großartigen Rundblick sowohl auf die vulkanische Landschaft als auch in den Krater selbst. Anhalten und hochsteigen lohnt sich!

Grabrok Island. Wurde die Chinesiche Mauer etwas hier erfunden?
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Grabrok Island. Wurde die Chinesiche Mauer etwas hier erfunden?

Grabrok Island. Vom Kraterrand geniesst man einen fantastischen Rundblick auf die umliegende Landschaft.
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Grabrok Island. Vom Kraterrand geniesst man einen fantastischen Rundblick auf die umliegende Landschaft.

Hraunfossar – der aus dem Nichts kommt – und sein Kumpel Barnafoss. Zwei, die man gesehen haben muss.

Eines der letzten Highlights am vorletzten Abend ist der Wasserfall Hraunfossar und sein kleinerer Kumpel Barnafoss.

Pünktlich zur goldenen Stunde sind wir da. Auf einer Länge von ca. 700 Meter strömt in über hundert kleinen Wasserfällen schäumend und sprudelnd Wasser aus dem schwarzen Gestein des alten Lavafeldes. Das Wasser hat sich im Lauf der Jahrhunderte ihren Weg unter dem Lavafeld gegraben und kommt wie aus dem Nichts in vielen kleinen und größeren Strömen.

Hraunfossar ist ein bemerkenswerter Wasserfall, der vermeintlich aus dem Nichts zu fließen scheint. Tatsächlich strömt das Wasser aus einem Lavafeld in dünnen Bächen über eine breite Fläche von mehreren hundert Metern, wodurch ein fast märchenhaftes Bild entsteht. Entlang des Flusslaufs gibt es zahlreiche Aussichtspunkte und Wanderwege, die es uns ermöglichen, die Schönheit dieses Naturwunders aus verschiedenen Blickwinkeln zu fotografieren. Sein Kumpel Barnafoss, der durch seine tiefblaue Farbe und seine kraftvolle Strömung beeindruckt, fließt weiter oben in den Flusslauf.

 

Hraunfossar, der Wasserfall, der aus einem Lavafeld kommt. Island Fotoreise.
Hraunfossar, der Wasserfall, der aus einem Lavafeld kommt. Island Fotoreise.

Polarlichter ohne Ende. Unser Highlight am Ende der Reise.

Ganz beseelt von Hraunfossar sind wir in der heutigen Unterkunft angekommen. Heute haben wir ein ganzes Gasthaus nur für uns! Little did we know… was uns heute Abend erwartet. Nach einer gemütlichen Brotzeit in der Küche sind einige von uns in den hauseigenen Hotpot auf der Terrasse gestiegen. Andere haben wiederum auf der selbigen Stative und Kameras aufgebaut. Es war ein “Familien-Abend” wie aus dem Bilderbuch: baden, plaudern, ein paar Dosen Bier. Auf einmal klarte der Himmel auf und wir sahen ein himmlisches Spektakel, das unsere kühnsten Träume bei weitem übertroffen hat. Unbeschreiblich!

Island. Zur Freude der Fotografen sind Nordlichter in der dunklen Jahreszeit ein häufiger Abendgast.
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Island. Zur Freude der Fotografen sind Nordlichter in der dunklen Jahreszeit ein häufiger Abendgast.

Der Name Langjoküll ist zutreffend: nicht nur ist der Gletscher sehr lang, mit ca. 900 Quadratkilometern auch der zweitgrößte in Island.

Langjökull – der lange Gletscher – ist nach Vatnajökull die zweitgrößte Eiskappe Islands mit einer Fläche von 953 km², hat ein . Sie befindet sich im Westen des isländischen Hochlands. Die Eiskappe hat ein Volumen von 195 km³ und das Eis ist bis zu 580 m (1.900 ft) dick. Der höchste Punkt der Eiskappe (auf Baldjökull am nördlichen Ende von Langjökull) liegt etwa 1.450 m (4.760 ft) über dem Meeresspiegel.

Fun Facts Langjökull

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m höchster Punkt über dem Meeresspiegel
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km2
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m dick
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km3 Eiskappe

Heute ist unser letzter Tag, morgen früh geht es nach Hause. Höchste Zeit, den Langjoküll, den langen Gletscher, zu besichtigen. Der Name ist zutreffend: nicht nur ist der Gletscher sehr lang, mit ca. 900 Quadratkilometern (!) auch der zweitgrößte in Island. Wir fahren natürlich nicht auf dem Eis, dafür gibt es Spezialfahrzeuge, aber für ein Foto müssen die Autos zumindest ein paar Meter drauf ;)

Langjökull, der lange Gletscher, Island Fotoreise
Langjökull, der lange Gletscher, Island Fotoreise
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Unterwegs im Hochland: Ein kurzer Stop, ein paar Fotos, weiter gehts. Wir fahren off-road. Ein kurzer Kartencheck: hoffentlich ist die Straße passierbar!
Unterwegs im Hochland: Ein kurzer Stop, ein paar Fotos, weiter gehts. Wir fahren off-road. Ein kurzer Kartencheck: hoffentlich ist die Straße passierbar!

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Fahrt auf F338 in Island: Am Mars gibt es Leben!
Fahrt durch das isländische Hochland: Am Mars gibt es Leben!

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Fahrt durch das isländische Hochland: Am Mars gibt es Leben!
Island Hochland: da fährt man durch Nix, und plötzlich ist in Nix ein Waschbecken. Mit einem Wasserhahn von Grohe. Hund sans scho, die Isländer!
Island Hochland: da fährt man durch Nix, und plötzlich ist in Nix ein Waschbecken. Mit einem Wasserhahn von Grohe. Hund sans scho, die Isländer!

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Island, Hochland. Unsere Tour ist eine Foto-Reise. Wenn uns nicht der Mund ob der Landschaft offen steht, wird also natürlich hauptsächlich fotografiert.
Island, Hochland. Unsere Tour ist eine Foto-Reise. Wenn uns nicht der Mund ob der Landschaft offen steht, wird fotografiert. In jeder Lage, versteht sich ;)

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Island, Herbst im Hochland um Langjökull, unterwegs auf F338. Unsere Tour ist eine Fotoreise. Wenn uns nicht der Mund ob der Landschaft offen steht, wird also natürlich hauptsächlich fotografiert.
Island, farbenfroher Herbst im Hochland um Langjökull, unterwegs auf F338
Island, unterwegs auf F338
Selfie auf F338, Island
Schatten-Selfie auf F338. Am Horizont sieht man die Ausläufer von Langjökull.

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Tolle Fotomotive: Muster und Formen auf F338

Nun ja, irgendwann musste es ja kommen: das Ende der Reise. Wir sind überwältigt, wir sind tief beeindruckt und wir finden kaum Worte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden wir uns von dieser spektakulären Reise und von den Tour-Teilnehmern, die zu Freunden wurden: auf Wiedersehen ihr lieben, auf Wiedersehen Island, auf bald!

Der frühe Vogel …

Erleben Sie unvergessliche Fotoreisen in kleinen Gruppen von maximal 6 bis 8 Fotografinnen und Fotografen!
Die wenigen Plätze sind schnell vergriffen – nutzen Sie unser Kontaktformular Early Bird und sichern sich exklusiv Informationen noch bevor die jeweilige Reise online verfügbar wird. Verpassen Sie nicht die Chance, an einer unserer begehrten Fotoreisen teilzunehmen.


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