Drohnen in Island 2026: Neue Regeln, Verbote und wichtige Tipps für Fotografen
Drohnen in Island 2026: Regeln, Verbote und wichtige Tipps für Fotografen und Videografen.

Island gehört zu den spektakulärsten Ländern der Welt für Drohnenfotografie. Wasserfälle, Gletscher, Vulkane, schwarze Strände und die Weiten des Hochlands bieten einzigartige Motive, die aus der Luft noch beeindruckender wirken.
Doch wer 2026 mit einer Drohne nach Island reist, sollte sich vorab gründlich informieren. Die Regeln wurden deutlich verschärft, besonders in Nationalparks und Naturschutzgebieten gibt es Einschränkungen. Viele ältere Reiseberichte oder YouTube-Videos spiegeln die aktuellen Vorschriften nicht mehr wider.
In diesem Artikel erfährst Du:
- welche Drohnenregeln in Island gelten,
- wo Drohnenflüge erlaubt sind,
- welche Gebiete gesperrt sind,
- welche Sonderregelungen für Nationalparks gelten
- und wo Du aktuelle Informationen findest.
Inhaltsverzeichnis
- Darf man 2026 in Island mit einer Drohne fliegen?
- Welche Drohnenregeln gelten in Island?
- Wo finde ich die offiziellen Drohnenregeln für Island?
- Wo finde ich aktuelle Flugverbotszonen für Drohnen?
- Was hat sich bei Drohnenflügen in Island 2026 geändert?
- Darf ich im Vatnajökull-Nationalpark Drohne fliegen?
- Darf ich am Jökulsárlón und Diamond Beach mit einer Drohne fliegen?
- Darf ich am Skaftafellsjökull mit einer Drohne fliegen?
- Darf ich am Dettifoss mit einer Drohne fliegen?
- Darf ich in Askja mit einer Drohne fliegen?
- Darf ich in Eldgjá und Lakagígar mit einer Drohne fliegen?
- Darf ich im Þingvellir-Nationalpark mit einer Drohne fliegen?
- Darf ich im Snæfellsjökull-Nationalpark mit einer Drohne fliegen?
- Darf ich an aktiven Vulkanen mit einer Drohne fliegen?
- Genehmigungen werden schwieriger
- Welche Flugverbotszonen gibt es außerhalb von Nationalparks?
- Welche Fehler machen Drohnenpiloten in Island häufig?
- Checkliste vor jedem Drohnenflug in Island
- Häufige Fragen zu Drohnen in Island (FAQ)
- Fazit: Lohnt sich eine Drohne für Island?
Darf man 2026 in Island mit einer Drohne fliegen?
Die kurze Antwort lautet: Ja – allerdings nicht überall.
Grundsätzlich sind Drohnenflüge in Island weiterhin erlaubt. Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass überall geflogen werden darf.
Gerade die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands liegen oft in Nationalparks, Naturschutzgebieten oder in sensiblen Brutgebieten. Dort gelten teilweise zusätzliche Regeln oder sogar vollständige Flugverbote.
Der größte Fehler vieler Reisender ist deshalb die Annahme: „Island ist groß und leer. Da kann man überall fliegen.“
Genau das stimmt heute nicht mehr. Viele der spektakulärsten Fotospots Islands liegen in Schutzgebieten mit eigenen Regeln oder zeitlichen Einschränkungen. Wer sich nicht informiert, riskiert Bußgelder oder verstößt unbewusst gegen Naturschutzbestimmungen.

Stokksnes und Vestrahorn aus der Luft: Die Landschaften Islands sind für Drohnenaufnahmen spektakulär – zugleich müssen Genehmigungen, lokale Regeln und sensible Naturbereiche vor jedem Flug sorgfältig geprüft werden. Foto (c) Detlef Dier
Welche Drohnenregeln gelten in Island?
Island hat die europäischen EASA-Regeln übernommen. Für die meisten Hobbyfotografen gelten die Vorschriften der sogenannten Open Category.
Die wichtigsten Informationen stellt die isländische Regierung hier bereit:
Grundregeln für Drohnenpiloten
Zu den wichtigsten Vorschriften gehören:
- maximale Flughöhe von 120 Metern
- ständiger Sichtkontakt zur Drohne
- keine Gefährdung von Menschen oder Tieren
- keine Flüge über Menschenansammlungen
- Einhaltung von Sicherheitsabständen
- Registrierungspflicht für die meisten Kameradrohnen
- EU-Kompetenznachweis A1/A3 je nach Drohne und Einsatz erforderlich
Welche Sicherheitsabstände gelten?
Je nach Kategorie müssen Mindestabstände zu Wohn-, Gewerbe- und Freizeitgebieten eingehalten werden.
Muss ich meine Drohne in Island registrieren?
Eine Registrierung ist erforderlich, wenn die Drohne:
- mehr als 250 Gramm wiegt oder
- mit einer Kamera oder anderen Sensoren ausgestattet ist
Da praktisch alle modernen DJI-, Autel- und Skydio-Drohnen über Kameras verfügen, betrifft die Registrierungspflicht die meisten Reisenden. Wer bereits in Deutschland oder einem anderen EU-/EWR-Land registriert ist, sollte seine Registrierungsnummer und die entsprechenden Nachweise mitführen und prüfen, ob die bestehende Registrierung für den geplanten Flug ausreichend ist. Informationen hierzu findest Du unter https://flydrone.is
Darf ich nachts mit einer Drohne fliegen?
Ja.
Nach den aktuellen EASA-Regeln sind Nachtflüge grundsätzlich erlaubt.
Voraussetzungen:
- grünes Blinklicht
- Sichtkontakt
- Einhaltung aller übrigen Vorschriften
Wo finde ich die offiziellen Drohnenregeln für Island?
Die drei wichtigsten Informationsquellen für Drohnenpiloten.
Die folgenden Quellen sind für Drohnenpiloten in Island besonders wichtig. Da sich Regeln kurzfristig ändern können, solltest Du sie vor jeder Reise und vor jedem Flug prüfen.
Offizielle Drohnenregeln der isländischen Regierung: https://island.is/en/drone-rules
Vatnajökull-Nationalpark https://www.vatnajokulsthjodgardur.is/en/thenationalpark/drone-rules/
SafeTravel Island & Isavia https://safetravel.is
https://www.isavia.is
Bei Vulkanaktivität, Rettungseinsätzen oder besonderen Naturschutzmaßnahmen können kurzfristig zusätzliche Flugverbote eingerichtet werden.
Wo finde ich aktuelle Flugverbotszonen für Drohnen?
Vor jedem Flug solltest Du prüfen, ob für Dein Zielgebiet zusätzliche Einschränkungen gelten.
Die offizielle Drohnenkarte Islands zeigt:
- Flughafenzonen
- temporäre Sperrgebiete
- Schutzgebiete
- weitere Flugbeschränkungen
Offizielle Drohnenkarte:
https://island.is/en/drone-map
Diese Karte sollte vor jedem Flug geprüft werden, insbesondere in der Nähe von Nationalparks, Vulkanen und Flughäfen.
Was hat sich bei Drohnenflügen in Island 2026 geändert?
Die grundlegenden EASA-Regeln für Drohnen haben sich nicht verändert. Neu beziehungsweise deutlich verschärft wurden jedoch die Regelungen in vielen Schutzgebieten und Nationalparks.
Die isländische Naturschutzbehörde gibt eine Änderung der Verwaltungsverfahren für die Bearbeitung von Anträgen zum Einsatz von Drohnen oder Luftfahrzeugen in Schutzgebieten bekannt, die am 17. Mai 2026 in Kraft tritt.
Um die Umwelt sowie das Erlebnis und die Ruhe in bestimmten Schutzgebieten – in denen der Einsatz von Drohnen oder Luftfahrzeugen untersagt ist (siehe hier) – zu schützen, erteilt die isländische Naturschutzbehörde Genehmigungen für deren Nutzung künftig nur noch für folgende Zwecke: Forschung, Überwachung, Kontrolle, Bauarbeiten, Filmprojekte (z. B. Spielfilme, Werbung, Fernsehsendungen und Nachrichtenbeiträge) sowie genehmigungspflichtige Veranstaltungen. Solche Genehmigungen sind über das Portal island.is zu beantragen.
Quelle: Isländische Naturschutzbehörde / Náttúruverndarstofnun https://www.nattura.is/stofnunin/reglur-um-notkun-drona
Betroffen sind unter anderem:
- Jökulsárlón
- Diamond Beach
- Skaftafell
- Dettifoss
- Askja
- Eldgjá
- Lakagígar
Gleichzeitig werden Genehmigungen restriktiver vergeben als noch vor einigen Jahren. Ziel ist es, Wildtiere zu schützen, Brutgebiete zu erhalten und Konflikte mit anderen Besuchern zu vermeiden.
Für Fotografen bedeutet das: Vor jedem Flug sollten die aktuellen Regeln des jeweiligen Schutzgebiets geprüft werden.

Gletscherlagunen und Auslassgletscher gehören zu den beliebtesten Motiven für Drohnenfotografen in Island. In Schutzgebieten wie Skaftafell gelten jedoch besondere Regeln und zeitliche Einschränkungen für Drohnenflüge. Foto (c) Radmila Dier
Darf ich im Vatnajökull-Nationalpark Drohne fliegen?
Der Vatnajökull-Nationalpark ist mit rund 14.000 Quadratkilometern das größte Schutzgebiet Islands und umfasst einige der bekanntesten Naturattraktionen des Landes. Dazu gehören unter anderem Jökulsárlón, Diamond Beach, Skaftafell, Dettifoss, Ásbyrgi, Askja, Eldgjá und Lakagígar.
Gerade weil diese Orte zu den beliebtesten Reisezielen Islands gehören, gelten hier besondere Regeln für Drohnen. Ziel ist es, die Tierwelt zu schützen, die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten und das Naturerlebnis für alle Gäste zu erhalten.
Tipp: Viele ältere Reiseberichte oder YouTube-Videos spiegeln die aktuellen Vorschriften nicht mehr wider.
Aktuelle Vorschriften findest du hier:
https://www.vatnajokulsthjodgardur.is/en/thenationalpark/drone-rules
Der Nationalpark umfasst verschiedene Gebiete mit unterschiedlichen Regelungen. Die wichtigsten Bereiche erläutern wir nachfolgend im Detail.
Darf ich am Jökulsárlón und Diamond Beach mit einer Drohne fliegen?
Die Gletscherlagune Jökulsárlón und der Diamond Beach (Fellsfjara) gehören zu den bekanntesten Fotospots Islands.
Zwischen dem 15. April und dem 15. Juli sind Drohnenflüge vollständig verboten. Grund ist der Schutz der Vogelwelt während der Brutzeit.
Erlaubte Flugzeiten an Jökulsárlón und Fellsfjara
| Zeitraum | Erlaubte Flugzeiten |
|---|---|
| 15. Juli – 21. September | vor 09:00 Uhr oder nach 18:00 Uhr |
| 22. September – 21. Oktober | vor 10:00 Uhr oder nach 17:00 Uhr |
| 22. Oktober – 21. November | vor 11:00 Uhr oder nach 15:00 Uhr |
| 22. November – 21. Januar | vor 12:00 Uhr oder nach 14:00 Uhr |
| 22. Januar – 21. Februar | vor 11:00 Uhr oder nach 15:00 Uhr |
| 22. Februar – 21. März | vor 10:00 Uhr oder nach 17:00 Uhr |
| 22. März – 15. April | vor 09:00 Uhr oder nach 18:00 Uhr |
Wichtig: Wichtig: Im Bereich Jökulsárlón verkehren regelmäßig Hubschrauber für Rundflüge, Filmaufnahmen und Rettungseinsätze.Drohnen müssen bemannten Luftfahrzeugen immer ausweichen.
Außerdem gibt es besonders stark frequentierte Bereiche, in denen Drohnenflüge unabhängig von der Tageszeit verboten sind. Das betrifft insbesondere die rot markierten Zonen auf der Karte des Nationalparks.

Die Gletscherlagune Jökulsárlón gehört zu den bekanntesten Fotospots Islands. Für Drohnenflüge gelten hier besondere zeitliche Einschränkungen und Schutzbestimmungen zum Schutz der Vogelwelt und anderer Besucher. Foto (c) Radmila Dier
Darf ich am Skaftafellsjökull mit einer Drohne fliegen?
In den meisten Bereichen von Skaftafell sind Freizeitdrohnen verboten.
Das betrifft unter anderem:
- Svartifoss
- Skaftafellsheiði
- Morsárdalur
- Kjós
- Skaftafellsfjöll
Der Nationalpark begründet dies mit Vogelschutz, Sicherheit und dem Schutz des Naturerlebnisses.
Ausnahme: Skaftafellsjökull
Vor dem Gletscher Skaftafellsjökull sind Drohnenflüge innerhalb bestimmter Zeitfenster erlaubt.
Erlaubte Flugzeiten am Skaftafellsjökull
| Zeitraum | Erlaubte Flugzeiten |
| 1. Mai – 15. September | vor 09:00 Uhr oder nach 18:00 Uhr |
| 16. September – 31. Oktober | vor 10:00 Uhr oder nach 17:00 Uhr |
| 1. November – 29. Februar | vor 11:00 Uhr oder nach 15:00 Uhr |
| 1. März – 30. April | vor 10:00 Uhr oder nach 17:00 Uhr |
Wer dort fliegen möchte, sollte früh morgens oder am Abend vor Ort sein. Das sorgt nicht nur für die Einhaltung der Regeln, sondern oft auch für besseres Licht und weniger Besucher.

In Skaftafell im Vatnajökull-Nationalpark sind Drohnen in ausgewiesenen Bereichen nicht erlaubt. Vor jedem Flug müssen lokale Karten, Hinweisschilder und aktuelle Regeln geprüft werden. Quelle: https://www.vatnajokulsthjodgardur.is/en/thenationalpark/drone-rules
Darf ich am Dettifoss mit einer Drohne fliegen?
In weiten Teilen von Jökulsárgljúfur sind Freizeitdrohnen verboten.
Eine der wenigen Ausnahmen innerhalb des Nationalparks befindet sich am Dettifoss auf der Westseite des Flusses.
Wo darf am Dettifoss geflogen werden?
Innerhalb der Parkgrenzen darf nur über dem Canyon selbst geflogen werden.
Aus Gründen des Vogelschutzes darf nicht weiter nach Norden geflogen werden als bis zur nördlichsten Aussichtsplattform westlich des Dettifoss.
Erlaubte Flugzeiten am Dettifoss
| Zeitraum | Erlaubte Flugzeiten |
| 1. März – 30. April | vor 10:00 Uhr oder nach 16:00 Uhr |
| 1. Mai – 31. August | vor 08:00 Uhr oder nach 18:00 Uhr |
| 1. September – 31. Oktober | vor 10:00 Uhr oder nach 16:00 Uhr |
| 1. November – 29. Februar | keine tageszeitlichen Einschränkungen |

Dettifoss aus der Luft – Drohnenaufnahme über dem mächtigen Wasserfall in Nordisland. Der mächtige Wasserfall stürzt in den Canyon des Jökulsá á Fjöllum – eine spektakuläre Perspektive aus der Luft. Foto (c) Detlef Dier
Darf ich in Askja mit einer Drohne fliegen?
Nein.
Freizeitdrohnen sind in Askja verboten.
Die Parkverwaltung begründet dies mit dem Schutz des Naturerlebnisses in einem der abgelegensten Hochlandgebiete Islands.
Darf ich in Eldgjá und Lakagígar mit einer Drohne fliegen?
Die kurze Antwort lautet: Ja – mit mündlicher Ranger Genehmigung.
Für Eldgjá und Lakagígar gelten Sonderregelungen: Ranger können vor Ort eine mündliche Genehmigung erteilen.
Die Entscheidung hängt unter anderem ab von:
- Besucheraufkommen
- Tageszeit
- Brutzeiten
- Zustand der Natur
Ein Anspruch auf Genehmigung besteht nicht.

Drohnenflug im isländischen Hochland. Das isländische Hochland bietet spektakuläre Perspektiven – zugleich gelten in Island strenge Regeln für Drohnenflüge in sensiblen Naturgebieten. KI-generiertes Symbolbild (c) Radmila Dier
Darf ich im Þingvellir-Nationalpark mit einer Drohne fliegen?
Der Þingvellir-Nationalpark gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands und ist gleichzeitig UNESCO-Welterbe. Hier wurde im Jahr 930 das isländische Parlament gegründet. Gleichzeitig treffen an diesem Ort die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander.
Kein Wunder also, dass Þingvellir jedes Jahr von Hunderttausenden Besuchern besucht wird.
Gerade deshalb gelten für Drohnenflüge besondere Regeln. Ziel ist es, die empfindliche Natur zu schützen und gleichzeitig sicherzustellen, dass andere Besucher das Gebiet ungestört erleben können.
Drohnenflüge sind im Þingvellir-Nationalpark nicht grundsätzlich verboten, unterliegen jedoch besonderen Einschränkungen. Je nach Jahreszeit, Besucheraufkommen oder Naturschutzmaßnahmen können zusätzliche Regelungen gelten.
Besondere Rücksicht ist erforderlich auf:
- stark frequentierte Besucherbereiche
- Wanderwege und Aussichtspunkte
- Brutgebiete von Vögeln
- sensible Naturflächen innerhalb des Nationalparks
- Veranstaltungen und größere Besuchergruppen
Wer mit einer Drohne im Þingvellir-Nationalpark fotografieren möchte, sollte sich deshalb vor dem Flug über die aktuell geltenden Vorschriften informieren und auf Hinweisschilder vor Ort achten.
Aktuelle Informationen findest Du auf der offiziellen Website des Nationalparks:
https://www.thingvellir.is/en/nature/drone-flying/
Für Fotografen bietet Þingvellir faszinierende Motive aus der Luft: die Silfra-Spalte, die tektonischen Verwerfungen, Lavafelder, Seen und historische Stätten. Gerade wegen der hohen Besucherzahlen empfiehlt es sich jedoch, die Drohne nur dort einzusetzen, wo dies ausdrücklich erlaubt ist und andere Gäste nicht beeinträchtigt werden.
Darf ich im Snæfellsjökull-Nationalpark mit einer Drohne fliegen?
Der Snæfellsjökull-Nationalpark auf der Halbinsel Snæfellsnes gehört zu den beliebtesten Reisezielen Islands. Viele Besucher kommen wegen des markanten Gletschervulkans Snæfellsjökull, der schwarzen Lavafelder, der Küstenlandschaften und der reichen Vogelwelt.
Grundsätzlich gelten auch hier besondere Regeln für Drohnenflüge. Anders als im Vatnajökull-Nationalpark gibt es keine so detaillierten Zeitfenster für einzelne Sehenswürdigkeiten. Dennoch bedeutet das nicht, dass überall geflogen werden darf.
Besondere Rücksicht ist auf folgende Bereiche zu nehmen:
- Vogelkolonien entlang der Küste
- Brutgebiete von Seevögeln
- stark besuchte Aussichtspunkte
- Wanderwege und Besucherzentren
- geschützte Naturflächen innerhalb des Nationalparks
Gerade während der Brutzeit können Drohnen erhebliche Störungen verursachen. Die Parkverwaltung kann deshalb zeitweise Einschränkungen oder Flugverbote verhängen.
Wer mit einer Drohne im Snæfellsjökull-Nationalpark fotografieren möchte, sollte sich vor dem Flug über die aktuell geltenden Vorschriften informieren und auf Hinweisschilder vor Ort achten.
Aktuelle Informationen findest Du hier:
Für Fotografen gilt: Früh morgens oder am späten Abend sind die Besucherzahlen meist geringer und die Lichtstimmung oft besonders reizvoll. Gleichzeitig lassen sich Konflikte mit anderen Besuchern vermeiden.
Tipp: Beliebte Fotospots wie Arnarstapi, Djúpalónssandur, Londrangar oder die Umgebung des Snæfellsjökull-Gletschers liegen teilweise innerhalb geschützter Bereiche. Prüfe deshalb immer die aktuellen Regeln, bevor Du die Drohne startest.

Wildtiere dürfen in Island unter keinen Umständen mit Drohnen gestört werden. Besonders bei Robben, Vögeln und anderen Tieren gilt: Abstand halten und Rücksicht nehmen. Foto (c) Radmila Dier
Darf ich an aktiven Vulkanen mit einer Drohne fliegen?
Aktive Vulkane in Island gehören zu den spektakulärsten Motiven für Drohnenfotografie. Trotzdem bedeutet ein geöffnetes Vulkangebiet nicht automatisch, dass Drohnenflüge erlaubt sind. Gerade bei Eruptionen, Lavafeldern und vulkanisch aktiven Gebieten können kurzfristig temporäre Flugverbotszonen eingerichtet werden. Wer in Island mit einer Drohne an einem Vulkan fliegen möchte, muss deshalb vorab die aktuellen Informationen von SafeTravel Island, den Behörden und mögliche lokale Einschränkungen prüfen.
Temporäre Flugverbotszonen
Bei Eruptionen werden häufig temporäre Flugverbotszonen eingerichtet.
SafeTravel Island prüfen
Aktuelle Informationen:

Aktive Vulkane in Island sind faszinierende Motive – Drohnenflüge sind dort jedoch nicht automatisch erlaubt. Vor jedem Flug müssen aktuelle Flugverbotszonen und Sicherheitshinweise geprüft werden. Foto (c) Radmila Dier
Genehmigungen werden schwieriger
Viele Fotografen gehen davon aus, dass man bei Bedarf einfach eine Genehmigung beantragen kann.
In der Praxis ist das heute deutlich schwieriger.
Genehmigungen werden in vielen Schutzgebieten hauptsächlich für folgende Zwecke erteilt:
- wissenschaftliche Forschung
- Umweltmonitoring
- behördliche Aufgaben
- Bauprojekte
- Film- und Fernsehproduktionen
- genehmigte Veranstaltungen
Freizeitflüge von Touristen stehen leider nicht mehr im Mittelpunkt der Genehmigungspraxis.
Wo kann ich eine Genehmigung für die Drohne beantragen? Bearbeitungszeiten und Kosten.
Wer dennoch eine Genehmigung beantragen möchte, sollte frühzeitig planen.
Die Umweltbehörde nennt derzeit:
- Bearbeitungszeit: mindestens 15 Tage
- Gebiet Mývatn: bis zu 30 Tage
Gebühren:
- 41.600 ISK für private Nutzung in bis zu zwei Schutzgebieten
- 83.200 ISK für drei oder mehr Schutzgebiete bzw. kommerzielle Foto- und Filmprojekte
Wichtig: Für den Vatnajökull-Nationalpark und den Þingvellir-Nationalpark gelten eigene Zuständigkeiten.
Eine Genehmigung kannst du hier beantragen: https://ust.is/english/visiting-iceland/permits-in-protected-areas/photography-cinematography-and-drone-flying/
Welche Flugverbotszonen gibt es außerhalb von Nationalparks?
Flughäfen
Besondere Vorsicht gilt in der Nähe von:
- Keflavík
- Reykjavík
- Akureyri
- Egilsstaðir
- Ísafjörður
Weitere Informationen: https://www.isavia.is
Sensible Einrichtungen
Unabhängig von Nationalparks und Flughäfen gelten besondere Einschränkungen rund um bestimmte Einrichtungen.
Ohne ausdrückliche Genehmigung darf innerhalb von 150 Metern unter anderem nicht geflogen werden bei:
- Kraftwerken
- Umspannwerken
- Ministerien
- Botschaften
- Polizeistationen
- Gefängnissen
- Krankenhäusern
- der Präsidentenresidenz
Gerade in Reykjavík sollten Drohnenpiloten deshalb besonders aufmerksam sein.

Die offizielle Drohnenkarte der Icelandic Transport Authority zeigt Flugverbotszonen, Schutzgebiete, Flughäfen, Infrastruktur und temporäre Einschränkungen für Drohnenflüge in Island. Quelle: Icelandic Transport Authority – Drone Map, Screenshot vom 05.06.2026
Welche Fehler machen Drohnenpiloten in Island häufig?
Viele Probleme entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aus Unwissenheit.
Die häufigsten Fehler
- Verlassen auf alte YouTube-Videos
- Ignorieren von Verbotsschildern
- Flüge in Schutzgebieten ohne Genehmigung
- Nichtbeachtung von Brutzeiten
- Unterschätzen des Windes
- Flüge über Besuchergruppen
- Registrierungspflichten ignorieren
- Nachtflüge ohne Blinklicht durchführen
- Flughafenzonen nicht prüfen
- Abstandsregeln zu Wohn- und Freizeitgebieten übersehen
Ein weiterer Irrtum:
„Meine Drohne wiegt weniger als 250 Gramm. Also darf ich überall fliegen.“
Auch das ist falsch. Lokale Regeln gelten unabhängig vom Gewicht der Drohne.
Checkliste vor jedem Drohnenflug in Island
Vor dem Start solltest Du folgende Fragen mit Ja beantworten können:
✅ Sind Drohnen am Standort erlaubt?
✅ Gibt es aktuelle Sperrungen?
✅ Ist kein Brutgebiet betroffen?
✅ Sind keine Besucher gefährdet?
✅ Passt das Wetter?
✅ Habe ich alle Nachweise dabei?

Gute Vorbereitung ist entscheidend: Wer in Island mit einer Drohne fliegen möchte, sollte Ausrüstung, Akkus, Speicherkarte, Drohnenführerschein, Registrierung und aktuelle Flugverbotszonen vorab prüfen.
Häufige Fragen zu Drohnen in Island (FAQ)
Fazit: Lohnt sich eine Drohne für Island?
Ja – Island gehört auch 2026 zu den spektakulärsten Reisezielen der Welt für Drohnenfotografie.
Gletscher, Wasserfälle, Vulkane, schwarze Strände und die Weiten des Hochlands bieten einzigartige Motive, die sich aus der Luft völlig anders präsentieren als vom Boden aus. Gerade für Fotografen eröffnet eine Drohne Perspektiven, die mit keiner anderen Kamera möglich sind.
Gleichzeitig sind die Regeln heute deutlich strenger als noch vor wenigen Jahren. Besonders in Nationalparks, Naturschutzgebieten und Brutgebieten gelten zahlreiche Einschränkungen. Viele ältere Reiseberichte, Blogs oder YouTube-Videos sind deshalb nicht mehr aktuell.
Wer mit einer Drohne nach Island reist, sollte sich vor jedem Flug folgende Fragen stellen:
- Ist der Flug an diesem Ort überhaupt erlaubt?
- Gibt es zeitliche Einschränkungen?
- Liegt ein Schutzgebiet oder Brutgebiet vor?
- Gibt es aktuelle Sperrungen oder Warnungen?
- Werden andere Besucher oder Wildtiere gestört?
Die gute Nachricht: Wer sich informiert, die Natur respektiert und die offiziellen Regeln beachtet, kann auch 2026 außergewöhnliche Luftaufnahmen machen – ganz legal und ohne Konflikte mit Naturschutz, Behörden oder anderen Reisenden.
Tipp: Plane Deinen Flug genauso sorgfältig wie Deine Fototour. Prüfe vor Ort die aktuellen Vorschriften, nimm Rücksicht auf Tiere und Mitmenschen und verzichte im Zweifel lieber auf einen Flug. Dann steht beeindruckenden Luftaufnahmen von Island auch 2026 nichts im Weg – außer vielleicht dem berühmten isländischen Wind. 😉

Das isländische Hochland belohnt sorgfältige Planung mit spektakulären Perspektiven. Wer die Regeln respektiert, erlebt einige der beeindruckendsten Drohnenmotive Europas. Foto (c) Radmila Dier
Übersicht wichtiger Links
Offizielle Drohnenregeln in Island
https://island.is/en/drone-rules
Offizielle Drohnenkarte mit Flugbeschränkungen
https://island.is/en/drone-map
Vatnajökull-Nationalpark
https://www.vatnajokulsthjodgardur.is/en/thenationalpark/drone-rules/
Snæfellsjökull-Nationalpark
https://www.ust.is/english/visiting-iceland/protected-areas/west-iceland/snaefellsjokull-national-park/
Þingvellir-Nationalpark
https://www.thingvellir.is/en/nature/drone-flying/
SafeTravel Island
https://safetravel.is
Drohnenregistrierung und Informationen
https://flydrone.is
Drohnen Flug Genehmigung
https://ust.is/english/visiting-iceland/permits-in-protected-areas/photography-cinematography-and-drone-flying/
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Auch in 2026 sind wir in Island unterwegs – mit einer kleinen Gruppe, viel Zeit für Fotografie und intensiver persönlicher Begleitung.
Wenn du Island nicht nur sehen, sondern bewusst erleben und fotografisch vertiefen möchtest, findest du hier alle Informationen zur nächsten Fotoreise.