Reynisfjara fotografieren – Lieblingsfoto der Woche 25/2026

Fotografen als kleine Silhouetten vor der Brandung am schwarzen Strand Reynisfjara in Island

Reynisfjara am Morgen klingt nach schwarzem Strand, wilder Brandung und einem Ort, den man nie unterschätzen sollte. Und genau das macht diesen Strand fotografisch so spannend: Er ist schön, rau, gefährlich und überwältigend zugleich.

Dieses stimmungsvolle Foto von Monika Breitsching entstand während unserer letzten Fotoreise in den Süden Islands. Früh am Morgen standen wir am schwarzen Kiesstrand von Reynisfjara. Die Fotografen am Ufer wirken in diesem Bild wie kleine Silhouetten – und genau dadurch wird sichtbar, wie groß und mächtig diese Landschaft ist.

Reynisfjara ist einer der bekanntesten Strände Islands, aber auch einer der Orte, die besonders viel Respekt verlangen. Die Brandung ist unberechenbar, und die sogenannten Sneaker Waves können plötzlich deutlich weiter auf den Strand laufen, als man erwartet. Deshalb geht es hier nicht darum, möglichst nah am Wasser zu stehen. Es geht darum, die Szene zu lesen, Abstand zu halten und trotzdem den richtigen fotografischen Moment zu finden.

Bei Hands on Camera planen wir solche Fotostopps bewusst nicht als schnellen Halt am Wegesrand. Gerade an Orten wie Reynisfjara braucht es Zeit: Zeit, um die Wellen zu beobachten. Zeit, um Licht und Wolken zu lesen. Und Zeit, um eine Bildkomposition zu finden, in der nicht nur der Ort zu sehen ist, sondern auch seine Kraft.

Unser Lieblingsfoto der Woche 25/2026 zeigt genau diesen Moment: einen Morgen am schwarzen Strand von Reynisfjara, an dem pastellfarbenes Licht, wilde Atlantikwellen und die kleinen Silhouetten der Fotografen zu einer eindrucksvollen Island-Aufnahme zusammenkommen.

Reynisfjara fotografieren: Wie Menschen im Bild die Dimension sichtbar machen

Bei einer Landschaft wie Reynisfjara ist Größe auf einem Foto erstaunlich schwer zu vermitteln. Schwarzer Strand, Atlantikwellen und die Felsen wirken vor Ort überwältigend – ohne einen Größenvergleich kann diese Dimension im fertigen Bild jedoch schnell verloren gehen.

In Monikas Aufnahme übernehmen die kleinen Silhouetten der Fotografen genau diese Aufgabe. Sie geben der Landschaft einen menschlichen Maßstab und machen unmittelbar sichtbar, wie mächtig Strand und Brandung tatsächlich sind. Gleichzeitig bilden die Personen einen ruhigen Gegenpol zu den bewegten Wellen.

Die 39 mm Brennweite hält die Perspektive relativ natürlich und vermeidet eine übertriebene Weitwinkelwirkung. Mit Blende f/17 entsteht eine große Schärfentiefe; die Belichtungszeit von 1/60 Sekunde lässt gleichzeitig noch etwas Bewegung in der Brandung erkennen.

Besonders wichtig am Reynisfjara ist allerdings die Wahl des Standorts. Die bekannten Sneaker Waves können unerwartet weit auf den Strand laufen. Ein gutes Foto rechtfertigt dort niemals, sich näher an die Wasserlinie zu stellen als sicher ist. Gerade mit etwas Abstand lassen sich Menschen, Wellen und Landschaft ohnehin oft stärker miteinander komponieren.

Aufnahmedaten und Ausrüstung

Foto: Monika Breitsching

Kamera: FUJIFILM X-T4
Objektiv: Tamron 17–70mm
Brennweite: 39 mm
Blende: f/17.1
Belichtungszeit: 1/60 Sek.
ISO: 160

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