Sterntaucher in Island fotografieren – Lieblingsfoto der Woche 33/2026

Sterntaucher mit seitlich gedrehtem Kopf, rotem Auge und schwarz-weiß gestreiftem Hals auf blau-grauem Wasser.

Zuerst bleibt der Blick am roten Auge hängen. Dann entdeckt man die feinen Streifen am Hals, den schlanken Schnabel und das warme Licht auf dem Gefieder. Dr. Reinhard Büscher hat einen Sterntaucher so fotografiert, dass man sich beinahe automatisch Zeit für diese Details nimmt.

Der Vogel zeigt uns überwiegend den Rücken, dreht den Kopf jedoch zur Seite. Dadurch wird sein Profil sichtbar, und die schwarz-weiße Zeichnung am hinteren Hals kommt besonders gut zur Geltung. Vom rostroten Kehlfleck ist seitlich ein schmaler Streifen zu sehen. Der leicht angehobene Schnabel gibt der Haltung etwas Aufmerksames.

Das Licht verbindet Vogel und Wasser

Die Wasseroberfläche ist ein wesentlicher Teil der Bildgestaltung. Über das kühle Blaugrau ziehen sich helle, geschwungene Reflexe. Auf Kopf, Hals und Rücken setzt das Licht wärmere Akzente und lässt einzelne Federn deutlich hervortreten.

Besonders schön ist die Wiederholung der Linien: Im Halsgefieder verlaufen sie fein und dicht nebeneinander, auf dem Wasser sind sie weiter und unregelmäßiger. Das verbindet den Vogel mit seiner Umgebung. Gleichzeitig hebt sich der helle Kopf gut von den dunkleren Wasserflächen ab.

Sterntaucher in Island fotografieren: Warum diese Aufnahme funktioniert

Der Körper sitzt etwas rechts von der Bildmitte. Nach links, in Richtung des Schnabels, bleibt Raum. So wirkt das Porträt trotz des großen Abbildungsmaßstabs nicht eingeengt. Die Drehung des Kopfes führt unseren Blick vom dunklen Rücken über den hellen Hals bis zum Auge.

Das rote Auge ist dabei ein besonders wirkungsvoller Farbpunkt. Es nimmt nur wenig Platz im Bild ein und zieht dennoch die Aufmerksamkeit auf sich. Die überwiegend zurückhaltenden Blau-, Grau- und Brauntöne verstärken diese Wirkung.

600 mm Brennweite und ein kurzer Augenblick

Reinhard fotografierte mit einer Nikon Z 9 und dem NIKKOR Z 600mm f/6.3 VR S. Die lange Brennweite ermöglicht es, Details des Vogels groß abzubilden. Mit 1/1000 Sekunde, Blende f/6,3 und ISO 500 hielt er diesen Moment fest.

Die kurze Belichtungszeit hilft, die Bewegung eines schwimmenden Vogels scharf abzubilden. Hier sind besonders das Auge und die feine Halszeichnung für die Bildwirkung entscheidend.

Für die eigene Vogelfotografie lässt sich daraus etwas mitnehmen: Achten Sie neben der Position des Tieres auch auf die Kopfhaltung. Schon eine kleine Drehung kann das Auge sichtbar machen, die Zeichnung des Gefieders hervorheben und dem Bild eine klare Richtung geben. Lassen Sie dabei möglichst etwas Raum in Blickrichtung.

Aufnahmedaten und Ausrüstung

Foto: Dr. Reinhard Büscher
Kamera: Nikon Z 9
Objektiv: NIKKOR Z 600mm f/6.3 VR S
Brennweite: 600 mm
Einstellungen: ISO 500 · f/6,3 · 1/1000 s

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