Tiere in Grönland: Wale, Robben, Polarfüchse & Eisbären

Grönlands Tierwelt ist einer der Gründe, warum Menschen in die Arktis reisen: Wale in der Diskobucht, Robben in den Fjorden, Seevögel entlang der Küsten und arktische Landtiere wie Polarfüchse oder die urzeitlichen Moschussochsen. Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Fragen für Diskobucht (Ilulissat, Qeqertarsuaq, Qasigiannguit) sowie Ostgrönland (Scoresbysund, Tasiilaq) – inklusive realistischer Saisonhinweise. Außerdem ordnen wir das Thema Eisbären regional ein, denn die Relevanz ist in Ostgrönland deutlich höher als in vielen westlichen Reisegebieten.

Tiere in Grönland – Überblick
Kurz-Tipp: Grönland belohnt einfache, robuste Setups. Plane lieber wenige, verlässliche Komponenten (Weitwinkel + Tele, Polfilter, Spritzwasserschutz, Backup-Routine), statt ständig umzubauen. So bist du schneller bereit, wenn Licht und Motive plötzlich „aufgehen“.
Auf Grönland leben arktische Tiere an Land und im Meer. An Land sind z. B. Rentiere, Polarfüchse und Schneehasentypisch. Moschusochsen leben vor allem in Ost-/Nordostgrönland (und zusätzlich gibt es eine Population in Westgrönland rund um Kangerlussuaq). Im Meer prägen Wale und Robben viele Erlebnisse, dazu kommt eine vielfältige Seevogelwelt. Welche Tiere du siehst, hängt stark von Region, Saison und Wetterfenstern ab.
Je nach Region sind Rentiere, Polarfüchse und arktische Hasen besonders typisch. Moschusochsen kommen vor allem in Ost-/Nordostgrönland vor (zusätzlich gibt es eine Population bei Kangerlussuaq in Westgrönland). Sichtungen bleiben Naturereignisse: Tageszeit, Licht, Wind und die Route entscheiden mit.
Typisch sind verschiedene arktische Seevögel, die Küsten, Fjorde und Klippen nutzen. Je nach Region und Saison unterscheiden sich Arten und Kolonien. Fotografisch lohnt es sich, Wetterfenster abzupassen: Wind und Licht beeinflussen Flugaktivität, Kontraste und Hintergrund enorm.
Wale in der Diskobucht (Ilulissat)
In der Saison werden in der Diskobucht besonders häufig Buckelwale, Finnwale und Zwergwale gesichtet. Als beste Zeit gilt typischerweise der Sommer, häufig genannt werden Juni bis September. Sichtungen bleiben Naturereignisse und hängen von Wetter, Sicht und Nahrungsangebot ab.
Entscheidend sind Saison, Wetter, Wellengang, Sichtverhältnisse und das aktuelle Nahrungsangebot. Selbst in sehr guten Regionen schwankt die Realität von Tag zu Tag. Gute Planung heißt daher: flexibel bleiben und die besten Tagesfenster nutzen.
Robben in Grönland
In grönländischen Gewässern können verschiedene Robbenarten vorkommen. Sichtungen hängen von Region, Jahreszeit und Bootsrouten ab. Häufig sieht man Robben eher in ruhigen Buchten, auf Eisschollen oder entlang von Küstenstrukturen.
Robben zeigen sich oft dort, wo sie Ruhe finden: in geschützten Fjordbereichen, auf Eisflächen oder in Küstennähe. Wetter, Strömung und Tagesbedingungen spielen eine große Rolle – manchmal ist ein Ort „leer“, am nächsten Tag ist er voller Leben.
Eisbären in Grönland
Ja, Eisbären kommen in Grönland vor – aber die Wahrscheinlichkeit ist regional sehr unterschiedlich. In der Diskobucht rund um Ilulissat sind Begegnungen in der Praxis selten; deutlich relevanter ist das Thema in Ostgrönlandund in deutlich nördlicheren Regionen. Entscheidend sind Saison, Eisbedingungen und lokale Meldungen – deshalb gilt immer: Hinweise vor Ort ernst nehmen und nicht auf „Statistik“ vertrauen.
Eisbären sind kein Motiv für „näher ran“. Verantwortungsvolle Fotografie bedeutet: Distanz halten, keine Verfolgung, keine „Positionierung“ in Fluchtrichtung und keine Experimente. Wenn ein Eisbär überhaupt sichtbar ist, fotografierst du aus sicherer Entfernung mit Teleobjektiv und stabiler Haltung – und akzeptierst, dass das Motiv nicht „planbar“ ist.
Saison & Bedingungen
Ja, in Sommermonaten können Mücken und kleine Stechfliegen auftreten – je nach Region, Wind und Feuchtgebieten. Wind reduziert sie oft deutlich. Für längere Stopps (z. B. Fotografieren) helfen Mückenspray, ggf. Kopfnetz und lange, leichte Kleidung.
