Weihnachten in Island, 20. Dezember.
Gáttaþefur, der Türschlitz-Schnüffler
Gáttaþefur, der Türschlitz-Schnüffler
Am 22. Dezember ist Gáttaþefur an der Reihe, der elfte Weihnachtszwerg. Sein Name bedeutet „Türschlitzschnüffler“ und verrät schon viel über seine außergewöhnliche Fähigkeit. Gáttaþefur besitzt einen extrem feinen Geruchssinn, den er gerne dazu nutzt, frisches Weihnachtsgebäck aufzuspüren.
Dieser neugierige Zwerg ist bekannt dafür, sich an die Türen der Häuser zu schleichen und durch die Türschlitze zu schnüffeln. Sein Lieblingsduft ist der von frisch gebackenen Laufabrauð, dem traditionellen isländischen Weihnachtsbrot. Der verlockende Duft lockt ihn oft tief ins Dorf, wo er geduldig wartet, bis sich eine Gelegenheit ergibt, ein Stück des leckeren Gebäcks zu ergattern.
In der Vergangenheit war Gáttaþefur manchmal ein bisschen dreist und stibitzte heimlich ein Stück Brot, wenn niemand hinsah. Doch in der modernen Zeit ist er vorsichtiger geworden. Statt das Gebäck direkt zu stehlen, genießt er einfach den Duft und hinterlässt den braven Kindern kleine Geschenke, wie bunte Kekse, Schokolade oder ein kleines Spielzeug. Diejenigen, die nicht so artig waren, finden auch bei ihm nur eine Kartoffel.
Gáttaþefur ist eine faszinierende Figur, die uns daran erinnert, wie wichtig der Duft von frisch gebackenem Brot und Keksen für die Weihnachtsstimmung ist. Der Türschlitzschnüffler bringt mit seiner liebevollen Eigenart eine Portion Magie in die Weihnachtszeit und bereichert die Vorfreude auf das Fest.
Freut euch auf den zwölften Weihnachtszwerg, der morgen seine eigene Geschichte mitbringt!

Woher kommt das Bild von Gáttaþefur?
Morgen, 23. Dezember:
Ketkrókur, der Lammkeulen-Dieb
