Weihnachten in Island, 21. Dezember.
Gluggagægir, der Fenstergucker.
Gluggagægir, der Fenstergucker.
Am 21. Dezember kommt Gluggagægir, der zehnte Weihnachtszwerg, ins Spiel. Sein Name bedeutet „Fensterglotzer“, und das beschreibt seine liebste Beschäftigung perfekt. Er schleicht sich ums Haus und späht neugierig durch die Fenster, immer auf der Suche nach etwas Interessantem.
Gluggagægir ist ein verschlagener Charakter. Wenn er glaubt, dass niemand zu Hause ist, wagt er einen genaueren Blick. Früher hatte er den Ruf, kleine Gegenstände zu stibitzen, die ihm besonders gefielen – ein hübscher Becher oder ein glänzender Löffel weckten sofort sein Interesse. Doch wenn ihn ein Kind dabei erwischte, war Gluggagægir keineswegs böse. Stattdessen zog er Grimassen, um die Kinder zu erschrecken oder zum Lachen zu bringen.
Heute ist Gluggagægir etwas vorsichtiger geworden, da Vorhänge und moderne Sicherheitsvorkehrungen seine neugierigen Streifzüge erschweren. Trotzdem bleibt er seiner Natur treu. Oft schleicht er sich in die Nähe der Fenster und beobachtet mit seinen schielenden Augen, was drinnen vor sich geht. Sein leicht verschobener Blick ist das Ergebnis seiner langen Spionagejahre, in denen er stets so konzentriert glotzte, dass seine Augen schließlich schielten.
Für die Kinder hat Gluggagægir kleine Überraschungen dabei. Wer brav war, findet in seinem Schuh ein Päckchen Süßigkeiten, ein kleines Spielzeug oder eine hübsche Karte. Unartige Kinder hingegen müssen sich mit einer Kartoffel zufriedengeben.
Gluggagægir erinnert uns daran, dass manchmal der Blick von außen uns an die Freude und den Spaß im Inneren erinnern kann. Morgen werden wir euch den nächsten Weihnachtszwerg und seine Geschichte vorstellen!

Woher kommt das Bild von Gluggagægir?
Morgen, 22. Dezember:
Gáttaþefur, der Türschlitz-Schnüffler
