Fotoreise Nordisland Reisebericht: In diesem Artikel findest du die Eindrücke zu unserer Fotoreise durch Nordisland im September 2025.

Fotoreise Nordisland im September – Reisebericht einer besonderen Islandtour

Text & Fotos: Radmila Dier

Nordisland – eine Region, die für ihre Ursprünglichkeit, Weite und starken Kontraste bekannt ist. Im September 2025 waren wir wieder mit einer kleinen Gruppe von Fotografinnen und Fotografen im Norden Islands unterwegs und ließen uns von der Vielfalt dieser Region begeistern. Von Reykjavík aus ging es per Inlandsflug nach Egilsstaðir, weiter zu Schluchten, Wasserfällen, Vulkanlandschaften und in die Fjorde des Nordens.

Früher Schnee, Polarlichter, Whale Watching und die komplette Hochlandquerung prägten diese Fotoreise. Dies ist mein Reisebericht über eine außergewöhnliche Reise durch Nordisland mit ihren Stationen, Erlebnissen und besonderen Momenten – getragen von einer tollen Reisegruppe.

Blick über Akureyri am Eyjafjörður: herbstlich gefärbte Bäume im Vordergrund, aufsteigender Dampf aus geothermischen Quellen und die ruhige Fjordlandschaft mit Bergen im Hintergrund. Diese Szene zeigt eindrucksvoll, wie eng Natur, erneuerbare Energie und Leben in Nordisland miteinander verbunden sind – ein spannendes Motiv auf unseren Fotoreisen durch Island.

Ankommen in Island – von Reykjavík nach Egilsstaðir

Unsere Reise begann mit dem gemeinsamen Treffen in Reykjavík. Bekannte und neue Reisegäste kamen zusammen, und schon beim ersten Abend war spürbar, was diese Fotoreisen auszeichnet: eine offene, entspannte Atmosphäre und die gemeinsame Vorfreude auf das, was vor uns lag. Am nächsten Morgen ging es weiter per Inlandsflug nach Egilsstaðir – ein fester Bestandteil unserer Nordisland-Reisen und jedes Mal ein besonderes Erlebnis. Bei guter Sicht eröffnet sich aus der Luft ein beeindruckender Blick auf Gletscher, Hochland und Flusssysteme und stimmt bereits aus der Vogelperspektive auf die kommenden Tage ein.

Basaltsäulen-Schlucht in Island mit milchigem Gletscherfluss, Langzeitbelichtung in einer Canyonlandschaft

Der Stuðlagil Canyon – ein junger Liebling der Fotografinnen und Fotografen

Nach der Ankunft im Osten Islands führte uns der Weg zu einem der eindrucksvollsten Orte der Region: dem Stuðlagil Canyon. Erst zufällig vor rund 15 Jahren in seiner heutigen Form entdeckt, hat sich diese Schlucht mit ihren markanten Basaltsäulen schnell von einem Hidden Gem zu Fotografen-Liebling entwickelt.

Teilnehmerinnen fotografieren im Stuðlagil Canyon in Island während einer Fotoreise, Basaltsäulen und Gletscherfluss in Langzeitbelichtung
Stuðlagil Canyon in Island mit Basaltsäulen, Wasserfall und milchigem Gletscherfluss, fotografiert während einer Fotoreise

Winterliche Landschaften auf dem Weg zum Mývatn

Bereits auf der Weiterfahrt Richtung Mývatn zeigte sich, dass der Norden Islands dem Winter schon ein Stück voraus war. Kein tiefer Schnee, sondern ein feiner, fast pudriger Überzug lag über der Landschaft und verlieh ihr eine stille, beinahe märchenhafte Atmosphäre. Lavafelder, Ebenen und Hügel wirkten wie leicht gezuckert, das Licht war weich und wechselhaft. Entlang der Strecke boten sich immer wieder Gelegenheiten für kurze Stopps und spontane Motive.
Island hält zu jeder Jahreszeit eine enorme Vielfalt an Motiven bereit – und genau das macht jede Fotoreise hier so besonders. Man weiß im Vorfeld nie, was einen erwartet: Licht, Wetter und Landschaft verändern sich ständig, und selbst nach vielen Reisen zeigt sich Island immer wieder neu.

Unterwegs auf einer winterlichen Straße in Nordisland während einer Fotoreise, weite Landschaft und leicht verschneite Ebenen
Fotoreise durch Nordisland mit Geländewagen und Fotostopp an einer Brücke im winterlichen Norden
Landschaft am Mývatn in Nordisland mit vulkanischen Hügeln und ersten Schneefeldern im warmen Abendlicht
Die Gegend um den Mývatn zeigt Nordisland von seiner kontrastreichen Seite: dunkle vulkanische Formen, weite Ebenen und erste Schneefelder, die sich wie helle Linien in die Landschaft zeichnen. Im warmen Licht wirkt die Szene zugleich rau und ruhig – typisch für die Mývatn-Region, wo geologische Vielfalt und große Weite aufeinandertreffen.

Herbstliche Landschaft am Mývatn in Nordisland mit erstem Schnee, Lavafeldern und stillen Ebenen – Heimat der isländischen Yule Lads
Lavaformationen und kleine Seen in der Mývatn-Region in Nordisland mit Herbstfarben und erstem Schnee

Der erste Abend im Norden – Polarlichter zum Auftakt

Noch am ersten Abend im Norden zeigte sich Island von seiner großzügigen Seite. Kurz nach dem Abendessen schon klarte der Himmel auf, und wenig später erschienen die ersten Polarlichter. Die anfänglichen Unsicherheiten bei Kameraeinstellungen waren schnell geklärt, die Konzentration wich spürbarer Freude. An diesem Abend gingen wir mit einem breiten Lächeln ins Bett – Island hieß uns auf seine ganz eigene Art willkommen.

Polarlichter über Nordisland bei einer Fotoreise, grün-violette Aurora am Sternenhimmel über Wasser und vulkanischer Landschaft

Mývatn, Wasserfälle und Landschaft – reduzierte Farben, starke Motive

Rund um den Mývatn prägten Landschaft, Wasser und Wetter diesen Abschnitt der Reise. Mit dem mächtigen Dettifoss und dem nahegelegenen Selfoss standen zwei der eindrucksvollsten Wasserfälle Islands auf dem Programm. Schneefall und dramatische Wolken wechselten sich ab, die Farben waren stark reduziert und wirkten beinahe monochrom. Lavafelder, Ebenen und offene Weiten fügten sich harmonisch in diese zurückhaltende, fast grafische Stimmung ein. Gerade diese Reduktion machte die Motive besonders intensiv – konzentriert auf Kraft, Bewegung und Struktur, ruhig und zugleich sehr präsent.

Mystische Vulkanlandschaft in Nordisland bei Mývatn mit ersten Schneefeldern – Heimat der Jólasveinar während einer Fotoreise

Diese mystische Landschaft in der Mývatn-Region gilt in der isländischen Folklore als Heimat der Jólasveinar. Zwischen zerklüfteten Lavaformationen, niedrigen Birken und ersten Schneefeldern entfaltet sich eine Atmosphäre, in der Natur und alte Geschichten ineinandergreifen. Auf unseren Fotoreisen durch Nordisland erleben wir genau diese Mischung aus Licht, Jahreszeit und Mythos.

Dettifoss Wasserfall in Nordisland im frühen Schnee, gewaltige Fallkante mit Gischt – Motiv einer Fotoreise nach Island
Dettifoss im Schnee – Fotoreise Nordisland

Kraft und Gischt: Dettifoss, Nordislands Naturgewalt

Nahaufnahme der Dettifoss-Fallkante in Nordisland: breite Wassermassen stürzen in den Nebel, Moos und Schnee am Rand – Fotoreise Island
Selfoss-Wasserfall in Nordisland: mehrere Kaskaden stürzen über Basaltklippen in den Jökulsárgljúfur-Canyon, Schnee am Ufer – Fotoreise Island

Der Selfoss liegt flussaufwärts vom Dettifoss und zeigt sich als breite Reihe aus Kaskaden, die über dunkle Basaltkanten in den Canyon fallen. Gerade bei frischem Schnee und reduziertem Licht entstehen hier sehr grafische Motive: Linien, Strukturen und die Bewegung des Wassers vor rauer Vulkanlandschaft. Ein klassischer Stopp auf unserer Fotoreise durch Nordisland – ideal für Langzeitbelichtungen und detailreiche Landschaftsfotografie.

Feuer und Eis – Thermalgebiete im Norden.

Im Norden zeigt sich Island auch von seiner anderen Seite. In den Hochthermalgebieten brodelt und dampft die Erde, Schlammpools kochen, Fumarolen zischen, der Boden schimmert in Gelb-, Ocker- und Grautönen. Der Geruch von Schwefel liegt in der Luft, der Untergrund wirkt lebendig und die Gegend fremdartig.
Auf unserer Fotoreise darf natürlich ein Stop bei der „ewigen Dusche“ nicht fehlen! Sie steht mitten im Nichts neben der Straße: Eine heiße Quelle, aus der kontinuierlich Wasser in die Luft sprüht, begleitet von Dampf und leisen Geräuschen. Zwischen kalter, leicht verschneiter Landschaft und spürbarer Hitze liegen hier nur wenige Schritte. Feuer und Eis treffen an diesem Ort sichtbar und unmittelbar aufeinander.

Geothermalgebiet in Nordisland: dampfende Erde, farbige Mineralhänge und Fotografen unterwegs – Fotoreise Island
Heißes Geothermalfeld in Nordisland mit dampfendem Wasserlauf, mineralischen Ablagerungen und vulkanischem Boden – Fotoreise Island
Fotografen bei Sonnenaufgang über einem Geothermalgebiet in Nordisland mit dampfenden Kraftwerksanlagen – Fotoreise Island

Im warmen Licht des Sonnenaufgangs eröffnet sich der Blick über ein aktives Geothermalgebiet in Nordisland. Diese Szene steht exemplarisch für Island als Land der Gegensätze, in dem erneuerbare Energiegewinnung und ursprüngliche Landschaft eng miteinander verbunden sind. Auf unseren Fotoreisen durch Island erleben wir diese Orte aus fotografischer Perspektive.

Geothermiegebiet in Nordisland bei Sonnenuntergang mit aufsteigenden Dampfsäulen, Schnee und Lavafelsen – Fotoreise Island

Energie in der Landschaft – Blick auf Krafla

In dieser Region öffnet sich von einem erhöhten Punkt der Blick über ein weitläufiges Geothermalgebiet. Dampfschwaden ziehen durch die Landschaft, Leitungen und Anlagen zeichnen sich im Gelände ab, leicht mit Schnee gezuckert. Was hier auf den ersten Blick nach Industrie aussieht, ist in Wahrheit ein Balanceakt zwischen Mensch und Natur. Feuer und Eis treffen an diesem Ort auf engstem Raum zusammen.

Wer diesen Zusammenhang vertiefen möchte, dem sei die SFR-Dokumentation „Schnelle Energiewende dank Geothermie“ empfohlen, die sehr anschaulich zeigt, wie Island mit Vulkanismus, Geothermie und extremen Naturbedingungen lebt und arbeitet.

Geothermalkraftwerk Krafla in Nordisland im Winter, eingebettet in verschneite Vulkanlandschaft während einer Fotoreise
Krafla-Geothermalkraftwerk – Energie aus dem Inneren Islands

Krafla-Geothermalkraftwerk in der verschneiten Vulkanlandschaft Nordislands

Rote technische Hütte am Geothermiefeld Krafla in Nordisland – Schutzhütte über Bohrloch/Leitungen nahe dem Geothermiekraftwerk
Geothermie Krafla: Technikhütte im Schnee

Fotografin testet heiße Außendusche im Hochthermalgebiet bei Krafla in Nordisland während einer Fotoreise
Heiße Dusche im Hochthermalgebiet bei Krafla – Fotoreise Nordisland

Wie funktioniert Geothermie?

Geothermie in der Krafla-Region, Nordisland
Dieses Video zeigt, wie geothermische Energie in der vulkanisch aktiven Krafla-Zone gewonnen wird, und veranschaulicht das Zusammenspiel von Naturgewalt, Technik und Landschaft, das diese Region bis heute prägt.

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Goðafoss im wechselnden Licht

Am nächsten Morgen rissen die Wolken auf, und mit jedem Kilometer wuchs die Erwartung. Als wir am Wasserfall ankamen, wechselten Licht und Wetter im Minutentakt. Dadurch entstanden ständig neue Motive: mal weiche Kontraste, mal dramatische Gischt – perfekt für unterschiedliche Belichtungen und Bildideen.

Schneehühner – Tarnung in Perfektion

Am Flussufer entdeckte Tina mehrere Schneehühner, perfekt getarnt im Übergangskleid zwischen Herbst und Winter. Ihr Gefieder passt sich im Jahresverlauf der Umgebung an – ein faszinierendes Beispiel für die Anpassung an diese raue Landschaft. Ein unerwarteter Fund einer der stillen Augenblicke, die eine Reise auf Island so besonders machen.

Schneehühner im Übergangskleid zwischen Herbst und Winter, perfekt getarnt in der felsigen Vulkanlandschaft Nordislands
Mehrere Schneehühner bewegen sich nahezu unsichtbar durch die dunklen Lava- und Geröllfelder Nordislands. Ihr Gefieder befindet sich im Übergang vom Sommer- zum Winterkleid und passt sich farblich fast nahtlos an die Umgebung an – ein eindrucksvolles Beispiel für Anpassung und Tarnung in der arktischen Natur.

Goðafoss Wasserfall in Nordisland mit Langzeitbelichtung und Gischt – Fotoreise Island Norden
Goðafoss Wasserfall in Nordisland als Panorama mit Langzeitbelichtung und ruhiger Wasserfläche – Fotoreise Island

Diese Perspektive zeigt den Goðafoss als weit aufgespanntes Panorama: eine durchgehende Wasserwand, dunkle Basaltfelsen und eine spiegelglatte, weich gezeichnete Wasserfläche durch Langzeitbelichtung. Der feine Sprühnebel sorgt je nach Licht sogar für einen zarten Regenbogen – ein klassisches Motiv für Landschaftsfotografie in Nordisland. Auf unserer Fotoreise arbeiten wir hier gezielt an Bildaufbau, Belichtungszeiten und dem sicheren Umgang mit Gischt und wechselndem Wetter.

Ablauf des Skjálfandafljót unterhalb des Goðafoss in Nordisland – türkisfarbener Fluss in Lavafels-Schlucht, Fotoreise Island
Felsiger Uferbereich am Ablauf des Skjálfandafljót unterhalb des Goðafoss – Lavafelsen und Flusslandschaft in Nordisland, Fotoreise Island

Akureyri, Fjorde und Whale Watching

Ein kurzer Stopp in Akureyri, der Hauptstadt Nordislands, markierte den Übergang in eine neue Landschaft. Von hier aus führte die Reise weiter in die Fjorde des Nordens – wilder, ursprünglicher und deutlich weniger frequentiert als viele andere Regionen Islands. Die Straßen wurden schmaler, die Landschaft öffnete sich, Berge und Wasser rückten näher zusammen und bestimmten zunehmend das Bild.

Herbstliche Landschaft in Nordisland auf dem Weg nach Akureyri – grüne Wiesen, Weidezäune und schneebedeckte Berge, Fotoreise Island
Fotoreise Nordisland: Fotografen fotografieren Islandpferde am Fjord und halten an der Küstenstraße für Landschaftsaufnahmen, Island Fotoreise
Nordisland Fjordlandschaft mit Küstenlinie, Bergen und Meer auf einer Fotoreise nach Island

Typische Fjordlandschaft in Nordisland: sanft geschwungene Küstenlinien, ruhiges Meer und schneebedeckte Berge im Hintergrund. Auf unseren Fotoreisen entstehen solche Aufnahmen oft ganz beiläufig – bei kurzen Stopps entlang der Straße, wenn sich das Licht öffnet und Island seine ganze Weite zeigt. Perfekte Motive für Landschaftsfotografie abseits der bekannten Hotspots.

Typische Fjordlandschaft in Nordisland: sanft geschwungene Küstenlinien, ruhiges Meer und schneebedeckte Berge im Hintergrund. Auf unseren Fotoreisen entstehen solche Aufnahmen oft ganz beiläufig – bei kurzen Stopps entlang der Straße, wenn sich das Licht öffnet und Island seine ganze Weite zeigt. Perfekte Motive für Landschaftsfotografie abseits der bekannten Hotspots.

Blick über Akureyri am Eyjafjörður: herbstlich gefärbte Bäume im Vordergrund, aufsteigender Dampf aus geothermischen Quellen und die ruhige Fjordlandschaft mit Bergen im Hintergrund. Diese Szene zeigt eindrucksvoll, wie eng Natur, erneuerbare Energie und Leben in Nordisland miteinander verbunden sind – ein spannendes Motiv auf unseren Fotoreisen durch Island.

Fjordhotel, Hot Pool & Polarlichter

Für die kommenden zwei Nächte bezogen wir ein außergewöhnlich schön gelegenes Hotel in den Fjorden Nordislands. Weil es ruhig, gemütlich und direkt am Wasser liegt, war es genau der Rahmen, den man sich nach einem erlebnisreichen Tag wünscht. Außerdem: das hervorragende Restaurant. Direkt vor der Tür wartete ein Hot Pool – und als es später dunkel wurde, zeigten sich sogar Polarlichter. Herz, was willst du mehr?

Whale Watching im Fjord – wenn plötzlich alles passt

Am nächsten Tag wartete eines der großen Highlights dieser Reise: Whale Watching im Fjord. Die Bedingungen waren ideal – ruhige See, gutes Licht und ein schnelles Boot. Außerdem hatten wir außergewöhnliches Glück: Nicht ein einzelner Wal zeigte sich, sondern gleich mehrere, teilweise aus erstaunlicher Nähe. Zeit spielte plötzlich keine Rolle mehr, die Kameras liefen fast ununterbrochen, während leises Staunen und spontane Ausrufe die Gruppe begleiteten. Ein Erlebnis, das sich nicht planen lässt – und gerade deshalb lange nachwirkt.

Am Abend zeigte sich der Himmel noch einmal von seiner besonderen Seite. Allerdings nur kurz: Für einen Moment tanzten Polarlichter über dem Fjord, zart und zurückhaltend, fast beiläufig. Kein großes Spektakel, sondern ein leiser Abschluss des Tages. Staunend in der Dunkelheit am Fjord – genau diese unscheinbaren Augenblicke prägen sich am tiefsten ein.

Ein klassisches Motiv aus dem Norden Islands: Ein Fischerboot liegt ruhig im Hafen von Siglufjörður, die Spiegelung zeichnet das Boot und die bunten Häuser nahezu perfekt ins Wasser. Dahinter öffnen sich die Berge des Fjords mit ersten Schneefeldern – eine Szene voller Ruhe, Linien und Reflexionen, ideal für Fotografie auf Reisen mit Hands on Camera.

Der Hafen von Siglufjörður zeigt sich früh am Morgen von seiner ruhigsten Seite: Fischerboote liegen im spiegelglatten Wasser, die bunten Hafenhäuser und die markanten Berge des Fjords verdoppeln sich in klaren Reflexionen. Eine typische Szene aus Nordisland, die die besondere Atmosphäre kleiner Küstenorte einfängt und auf einer Fotoreise viel Raum für Komposition, Linien und Spiegelungen bietet.

Der Hafen von Siglufjörður zeigt sich an diesem Moment von seiner ruhigsten Seite: Fischerboote liegen im spiegelglatten Wasser, die bunten Hafenhäuser und die markanten Berge des Fjords verdoppeln sich in klaren Reflexionen. Eine typische Szene aus Nordisland, die die besondere Atmosphäre kleiner Küstenorte einfängt und auf einer Fotoreise viel Raum für Komposition, Linien und Spiegelungen bietet.
Im Eyjafjörður vor Akureyri erleben wir Nordisland von seiner spektakulärsten Seite: Ein Buckelwal taucht nahe der Küste auf, während schneebedeckte Berge und kleine Höfe den Fjord rahmen. Diese Kombination aus Wildlife und Landschaft macht Walbeobachtungen hier besonders fotogen. Auf der Fotoreise entstehen eindruckvolle Naturaufnahmen, bei denen Timing, Perspektive und das Zusammenspiel von Tier und Umgebung im Mittelpunkt stehen.

Ein Buckelwal taucht im Eyjafjörður auf und stößt eine markante Atemwolke aus, während sich im Hintergrund die herbstlich gefärbten Hänge und schneebedeckten Gipfel Nordislands abzeichnen. Solche Momente sind typisch für die Walbeobachtungen rund um Akureyri und bieten ideale Bedingungen für eindrucksvolle Wildlife-Fotografie. Auf der Fotoreise liegt der Fokus darauf, diese flüchtigen Augenblicke sicher und respektvoll festzuhalten – eingebettet in die weite Landschaft des Fjords.

Ein Buckelwal taucht im Eyjafjörður auf und stößt eine markante Atemwolke aus, während sich im Hintergrund die herbstlich gefärbten Hänge und schneebedeckten Gipfel Nordislands abzeichnen. Solche Momente sind typisch für die Walbeobachtungen rund um Akureyri und bieten ideale Bedingungen für eindrucksvolle Wildlife-Fotografie. Auf der Fotoreise liegt der Fokus darauf, diese flüchtigen Augenblicke sicher und respektvoll festzuhalten – eingebettet in die weite Landschaft des Fjords.
Hafen von Dalvík in Nordisland mit kleinen Booten, rotem Schiff und spiegelglattem Wasser vor verschneiten Bergen.
Verlassene Beton-Silos im Fjord in Nordisland, Schotterweg mit Pfützen führt zwischen den massiven Tanks in Richtung kleiner Häuser und Berge.
Ein typischer „Lost Place“ in Nordisland: riesige, verwitterte Betonbehälter flankieren einen schmalen Schotterweg, der den Blick in die Landschaft lenkt. Die rissigen Oberflächen, die patinierte Struktur und das Gegenlicht schaffen ein ideales Motiv für Fotografen – perfekt für urbane Details, Leading Lines und atmosphärische Reisefotografie im Fjord.

Durch die abgelegenen Fjorde – unerwartete Begegnungen

Die Weiterfahrt führte durch einige der abgelegensten Fjorde Nordislands. Kaum Verkehr, schmale Straßen, weite Landschaften. Immer wieder öffneten sich neue Perspektiven, kleine Buchten, steile Berghänge und Lichtstimmungen, die wir natürlich unbedingt festgehalten haben.

Und dann eine Begegnung, die niemand erwartet hatte: frei laufende Schweine. Schafe und Pferde gehören in Island zum vertrauten Bild, doch an einem abgelegenen Bauernhof liefen tatsächlich Schweine frei über das Gelände. Der Bauer erklärte uns, dass eines davon regelmäßig ausbüxt. Schafe sind überall, aber Schweine? Öfter mal was Neues!

Collage aus Nordisland: links verrostete Maschinenruine an der Fjordküste mit Bergen im Hintergrund, rechts ein isländisches Schaf in Schwarz-Weiß im Porträt.
Spiegelglatter Fjord in Nordisland mit ruhiger Bergspiegelung, sanften Hängen und schneebedeckten Gipfeln unter hellem Wolkenhimmel.
Fjord-Spiegelung in Nordisland – Berge und stille Weite

Orangefarbener Leuchtturm an der Küste in Nordisland vor steilen Bergen und wolkenverhangenem Himmel, Meer im Hintergrund.
Island verfügt über eine Fülle von sehr schönen Leuchttürmen - ob ein ganzes Haus oder eine einfache Eisenkonstruktion - fotogen sind sie alle.

Fotostopp in Nordisland: zwei Geländewagen am Schotterweg, weite Landschaft und ein Regenbogen unter dramatischen Wolken über dem Meer.
Weite Landschaft in Nordisland mit grünem Grasland, alter Scheune und Strommasten vor einem flachen Bergmassiv unter wolkigem Himmel.
Fotografen an einer Klippe in Nordisland mit Blick über das Meer, dramatische Wolken und ein Wasserfall stürzt rechts die Steilküste hinab.
Wasserfall stürzt an einer Steilküste in Nordisland direkt ins Meer, schwarze Felsen und Klippenkante im warmen Abendlicht unter dramatischen Wolken.
Kleine weiße Holzkirche in Nordisland, eingerahmt von Birkenbäumen, mit Wiese und Bergen im Hintergrund.
Zwei Islandpferde im warmen Gegenlicht auf einer Wiese in Nordisland, goldene Gräser und weiche Stimmung bei tief stehender Sonne.

Grafarkirkja bei Hofsós – älteste erhaltene Torfkirche Islands

Grafarkirkja (Gröf bei Hofsós) gilt als älteste erhaltene Torfkirche Islands. Die kleine Kirche stammt im Kern aus dem 17. Jahrhundert und wurde in den 1950er-Jahren restauriert. Heute ist sie ein seltenes Beispiel traditioneller isländischer Bauweise aus Holz und Torf – still, authentisch und fotografisch ein echtes Highlight im Norden Islands.
(Quelle https://www.thjodminjasafn.is/en/soguleg-husasofn/grafarkirkja-a-hofdastrond )

Detail der Grafarkirkja bei Hofsós – älteste erhaltene Torfkirche Islands mit Grassodendach (Nordisland)
Grafarkirkja (Kirche in Gröf) bei Hofsós in Nordisland – älteste erhaltene Torfkirche Islands mit Grassodendach, Holztür und Eingangstor.
Die Grafarkirkja in Gröf bei Hofsós ist immer einen Stop wert.

Hofsós in Nordisland – Hafen am Fjord mit schwarzem Holzhaus und Steinmauer
Skagaströnd Nordisland – Küstenort am Fjord mit Hafen und Sonnenstern im Gegenlicht

Hochlandquerung über die F35 – durch das Herz Islands

Nach den Tagen in den Fjorden begann eines der großen Abenteuer dieser Reise: die Querung des isländischen Hochlands über die F35. Diese Route führt quer durch das Herz Islands und verbindet Nord und Süd abseits der bekannten Küstenstraßen. Weite Ebenen, karge Hochlandlandschaften und immer wieder wechselnde Lichtstimmungen prägten die Fahrt – reduziert, weit und von einer besonderen Ruhe getragen.

Die Strecke legen wir bewusst in zwei Etappen zurück. Mittendrin lag unsere Übernachtung in der Highland Base – ein Ort, der für sich bereits ein Highlight ist. Eingebettet in die raue Hochlandlandschaft bietet das Hotel einen Luxus mitten im Nichts.

Collage aus Islands zentralem Hochland: Wegweiser zur F35 Kjölur und Blönduvirkjun sowie einsame Schotterpiste durch karge Hochlandlandschaft unter Wolken.
Panoramablick im zentralen Hochland Islands auf einen großen Stausee mit Inseln, karge Lavafläche im Vordergrund und dramatische Wolken über dem Wasser.
Hveravellir Hochland – dampfende heiße Quellen und Sinterflächen an der Kjölur-Route (F35)
Hveravellir Hochland – Schutzhütte am warmen Bach in karger Lava-Landschaft
Karge Hochlandlandschaft bei Hveravellir in Island: moosbedeckte Lavafelder, Felsen und weite Ebenen unter dramatischem Wolkenhimmel an der Kjölur-Route
Detailaufnahme von verwitterter Lava bei Hveravellir im isländischen Hochland: gerippte Basalt- und Lava-Strukturen mit Flechten und Moos.
Geothermalgebiet Hveravellir im isländischen Hochland: dampfende heiße Quelle mit mineralischen Ablagerungen und Holzsteg, Wolkenhimmel über der Kjölur-Route (F35).
Geothermalgebiet Hveravellir im isländischen Hochland: heller Sinterhügel und dampfende Quellen, Holzstege führen durch das Areal entlang der Kjölur-Route (F35).

Kerlingarfjöll – wenn Respekt wichtiger ist als das schönste Foto

In den Hochthermalgebieten von Kerlingarfjöll zeigte sich das Hochland von seiner rauen Seite. Der Wind hatte deutlich aufgefrischt, Böen kündigten bereits den herannahenden Sturm an. Die steilen, rutschigen Hänge führen hinab in das Thermalgebiet – unter diesen Bedingungen entschieden wir uns bewusst dagegen, abzusteigen. Stattdessen fotografierten wir ausschließlich von oben.

Diese Entscheidung war nicht nur sicherheitsrelevant, sondern auch fotografisch sinnvoll. Der Blick von oben eröffnete klare Linien, Übersicht und Ruhe in einer ansonsten sehr dynamischen Landschaft. Erfahrung bedeutet in solchen Momenten auch, zu wissen, wann man verzichtet – zugunsten von Sicherheit und Respekt vor der Naturgewalt.

Kerlingarfjöll – Rhyolithberge, Dampf und Schneefelder im isländischen Hochland
Kerlingarfjöll im isländischen Hochland: drei Fotografen auf einem Pfad vor dampfenden Rhyolithbergen und Schneefeldern.

Gullfoss, Geysir und ein ungewolltes Abenteuer

Mit Gullfoss und dem Geysir erreichte die Reise noch einmal zwei der bekanntesten Naturphänomene Islands. Nach den Tagen in Nordisland und im Hochland zeigte sich noch einmal eindrucksvoll, wie viel Kraft und Dynamik in Island steckt.

Und weil Island eben Island ist, gehörte auch das dazu: Am letzten Tag gab eines unserer Fahrzeuge den Geist auf. Unser nagelneuer Defender, der das Hochland zuvor problemlos gemeistert hatte, musste abgeschleppt werden. Was zunächst nach Aufregung klang, löste sich schnell und unkompliziert – Hilfe kam, die Gruppe blieb entspannt, humorvoll und flexibel. Die Insassen des Defenders fuhren kurzerhand im Pickup des Abschleppdienstes zum Flughafen – Defender auf dem Hänger, wir mittendrin in Gesprächen und Geschichten über Island. Rückblickend weniger eine Panne als ein letztes, unerwartetes Abenteuer.

Ein Pickups schleppt einen Defender ab.

Ein Hoch auf die Reisegruppe

Island begeistert. Jede Reise ist ein Erlebnis. Zu einer unvergesslichen Reise gehört jedoch noch mehr: Aus einzelnen Persönlichkeiten wurde schnell ein harmonisches, humorvolles Miteinander – getragen von Neugier, gegenseitiger Rücksichtnahme und viel gemeinsamer Freude. Es wurde viel gelacht, diskutiert, fotografiert oder einfach nur gestaunt. Dass unsere WhatsApp-Gruppe bis heute aktiv ist, spricht für sich.

Dass drei Teilnehmer/innen bereits das zweite und dritte Mal mit Hands on Camera unterwegs waren und zwei Teilnehmerinnen direkt eine weitere Reise gebucht haben, erfüllt mich mit Dankbarkeit und Stolz.

Im nächsten Beitrag zeigen wir eine Auswahl der besten Aufnahmen unserer talentierten Fotografinnen und Fotografen. Und wenn Sie selbst Lust auf diese Reise bekommen haben: Im September 2026 sind wir wieder im Norden Islands →hier sind alle Infos.

Fotografin Radmila Dier mit Reisegruppe vor Icelandair-Propellerflugzeug – Start der Fotoreise in Island
Unsere Reisegruppe kurz vor dem Abflug nach Egilsstadir, September 2025. Radmila Dier 3. v.r. mit oranger Jacke.

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