Lieblingsfotos der Woche – Archiv 2026

Lieblingsfotos der Woche 2026 – Archiv

Unsere Lieblingsfotos der Woche 2026 zeigen besondere Momente aus den Fotoreisen von Hands on Camera: Landschaften, Lichtstimmungen, Eisberge, Wasserfälle, Tiere und stille Augenblicke, die im Gedächtnis bleiben.

Jede Woche wählen wir ein Bild aus, das uns fotografisch besonders berührt hat – wegen seiner Stimmung, seines Bildaufbaus, seines Lichts oder der Geschichte dahinter. In diesem Archiv sammeln wir alle Lieblingsfotos des Jahres 2026 und erzählen, warum gerade diese Aufnahmen für uns besonders sind.

Alle Lieblingsfotos 2026 im Überblick

Eisberge in der Diskobucht bei Ilulissat in Grönland im warmen arktischen Licht, Lieblingsfoto 01/2026 von Jan Rousek

Foto der Woche #01/26
Eisberge bei Ilulissat
Grönland

Eisberge, stilles Wasser und warmes arktisches Licht: Dieses Lieblingsfoto von Jan Rousek zeigt die Diskobucht bei Ilulissat in Grönland. Die Aufnahme steht für die besondere Ruhe, Weite und grafische Kraft dieser arktischen Landschaft.

Foto: Jan Rousek

Weite Eislandschaft am Ilulissat-Eisfjord in Grönland mit einer einzelnen Person als Größenvergleich, Lieblingsfoto 02/2026 von Radmila Dier

Foto der Woche #02/26
Eisfjord bei Ilulissat
Grönland

Eine einzelne Person vor einer scheinbar endlosen Eislandschaft: Dieses Lieblingsfoto zeigt die gewaltige Dimension des Ilulissat-Eisfjords in Grönland. Die Aufnahme von Radmila Dier macht sichtbar, wie klein der Mensch in dieser arktischen Landschaft wirkt – und wie stark gerade diese Größenverhältnisse ein Foto erzählen können.

Foto: Radmila Dier

Buckelwal zeigt seine Fluke in der Diskobucht bei Ilulissat in Grönland, umgeben von Eisbergen, Lieblingsfoto 03/2026 von Ulrike Habeck

Foto der Woche #03/26
Buckelwal in der Diskobucht
Grönland

Ein atemberaubender Augenblick in der Diskobucht: Zwischen Eisbergen und stillem Wasser taucht die Fluke eines Buckelwals auf. Das Lieblingsfoto von Ulrike Habeck zeigt einen dieser seltenen Momente, in denen Grönlands Landschaft und Tierwelt für wenige Sekunden zu einer perfekten Szene werden.

Foto: Ulrike Habeck

 

Der Gljúfrabúi gehört zu den besonderen Wasserfällen im Süden Islands, weil er sich nicht sofort vollständig zeigt. Er liegt verborgen in einer schmalen Schlucht, nur wenige Schritte vom bekannten Seljalandsfoss entfernt – und doch fühlt sich der Ort ganz anders an: enger, dunkler, unmittelbarer. Dieses Lieblingsfoto zeigt genau diese besondere Atmosphäre. Die Person in der roten Jacke steht nicht hinter dem Wasserfall, sondern vor dem Gljúfrabúi in der Schlucht. Um sie herum: dunkler Fels, winterliches Eis, Eiszapfen und das herabstürzende Wasser, das als weicher, heller Vorhang durch die Bildmitte fällt. Fotografisch lebt die Aufnahme von starken Gegensätzen. Das Rot der Jacke setzt einen klaren Akzent in der kühlen, fast monochromen Umgebung. Die lange Belichtungszeit macht das Wasser weich und fließend, während Eis und Fels Struktur und Tiefe geben. So entsteht ein Bild, das nicht nur den Wasserfall zeigt, sondern das Gefühl, in dieser engen Schlucht zu stehen: nah am Wasser, nah am Fels, mitten im Winter. Aufgenommen wurde das Bild von Dr. Nadine Galandi. Es zeigt sehr schön, warum Island für Fotografen so faszinierend ist: Auch bekannte Orte verändern sich mit Licht, Jahreszeit und Perspektive immer wieder neu.

Foto der Woche #04/26
Gljúfrabúi
Island

Der Gljúfrabúi ist einer dieser Wasserfälle, die man nicht einfach nur betrachtet – man betritt seine Welt. In der engen Schlucht steht die Person in der roten Jacke vor dem fallenden Wasser und macht sichtbar, wie kraftvoll, kalt und zugleich magisch dieser Ort im Winter wirkt.

Foto: Dr.Nadine Galandi

Dampfende Erde im Hochthermalgebiet Námaskarð in Nordisland mit mineralischen Farben, Steinen und vulkanischer Landschaft

Foto der Woche #05/26
Námaskarð
Nordisland

Das Hochthermalgebiet Námaskarð in Nordisland wirkt wie eine Landschaft aus einer anderen Welt. Dampf steigt aus dem Boden, mineralische Farben ziehen sich durch die Erde und die karge Weite zeigt, wie unmittelbar Island von vulkanischer Aktivität geprägt ist.

Foto: Kerstin Wanstrath

Buckelwal zeigt seine Fluke vor Island im bewegten Meer, Lieblingsfoto 06/2026 von Tina Tillmann

Foto der Woche #06/26
Buckelwal
Nordisland

Ein kraftvoller Moment auf dem Meer: Die Fluke eines Buckelwals hebt sich aus dem Wasser, kurz bevor das Tier wieder abtaucht. Das Lieblingsfoto von Tina Tillmann zeigt die Eleganz und Dynamik eines Augenblicks, der in der Naturfotografie nur wenige Sekunden dauert – und genau deshalb so besonders ist.

Foto: Tina Tillmann

Dampfsäulen in einer winterlichen Landschaft in Nordisland bei tief stehender Sonne, Lieblingsfoto 07/2026 von Harald Geiger

Lieblingsfoto #07/26
Geothermie im Abendlicht
Nordisland

Dampf steigt aus der winterlichen Landschaft, während die tief stehende Sonne Himmel, Wasser und Wolken golden färbt. Dieses Lieblingsfoto von Harald Geiger zeigt Nordisland von seiner vulkanischen Seite – still, kraftvoll und voller geothermischer Energie.

Foto: Harald Geiger

Wal atmet vor Island aus und erzeugt eine helle Fontäne über dem bewegten Meer, Lieblingsfoto 08/2026 von Kerstin Wanstrath

Lieblingsfoto #08/26

Atem eines Wals vor Island

Ein kurzer, intensiver Moment auf dem Meer: Der Blas eines Wals steigt hell aus dem Wasser, während der Körper nur teilweise sichtbar bleibt. Das Lieblingsfoto von Kerstin Wanstrath zeigt nicht das große Spektakel, sondern die stille Kraft einer Begegnung, die in der Naturfotografie oft nur wenige Sekunden dauert.

Foto: Kerstin Wanstrath

Schneehuhn zwischen dunklen Felsen und orangefarbenen Flechten bei Goðafoss in Nordisland, Lieblingsfoto 09/2026 von Tina Tillmann

Lieblingsfoto #09/26
Schneehuhn bei Goðafoss
Nordisland

Fast perfekt getarnt sitzt das Schneehuhn zwischen dunklem Lavagestein, Flechten und winterlichen Strukturen nahe des Goðafoss. Das Lieblingsfoto von Tina Tillmann zeigt, wie viel Ruhe und Aufmerksamkeit Tierfotografie braucht – manchmal liegt das besondere Motiv nicht im großen Panorama, sondern direkt am Fels.

Foto: Tila Tillmann

Eisberge auf einer Eislagune in Island bei tief stehender Sonne und dramatischem Wolkenhimmel, Lieblingsfoto 10/2026 von Radmila Dier

Lieblingsfoto #10/26
Eislagune im Gegenlicht
Island

Dramatische Wolken, tief stehende Sonne und Eisberge auf dem Wasser: Dieses Lieblingsfoto von Radmila Dier zeigt eine isländische Eislagune in einem Moment voller Licht und Spannung. Die Landschaft wirkt still – und zugleich voller Bewegung, weil Himmel, Wasser und Eis ständig ihre Form verändern.

Foto: Radmila Dier

Skógafoss in Südisland mit goldenen Büschen im Vordergrund und weichem Wasserfall im Hintergrund, Lieblingsfoto 11/2026 von Radmila Dier

Lieblingsfoto #11/26
Wasserfall Skógafoss
Südisland

Der Skógafoss zeigt sich hier nicht als klassisches Postkartenmotiv, sondern als leise, fast malerische Szene. Die goldenen Büsche im Vordergrund, der weiche Wasserfall im Hintergrund und das diffuse Licht geben dem Lieblingsfoto von Radmila Dier eine ruhige, poetische Stimmung.

Foto: Radmila Dier

Schlucht Fjaðrárgljúfur in Südisland mit moosbewachsenen Felswänden und Flusslauf, Lieblingsfoto 12/2026 von Radmila Dier

Lieblingsfoto #12/26
Fjaðrárgljúfur
Südisland

Die Schlucht Fjaðrárgljúfur wirkt wie eine Landschaft, die von Wasser und Zeit geformt wurde. Zwischen steilen, moosbewachsenen Felswänden zieht sich der Fluss durch die Tiefe – und das Lieblingsfoto von Radmila Dier zeigt sehr schön, wie grafisch, wild und zugleich weich diese Landschaft im Süden Islands sein kann.

Foto: Radmila Dier

Person vor dem Svínafellsjökull in Island mit Eis, dunklen Aschespuren und Geröll, Lieblingsfoto 13/2026 von Radmila Dier

Lieblingsfoto #13/26
Svínafellsjökull
Island

Eine einzelne Person steht vor der gewaltigen Eislandschaft des Svínafellsjökull. Das Lieblingsfoto von Radmila Dier zeigt eindrucksvoll, wie klein der Mensch vor einem Gletscher wirkt – und wie stark ein Bild wird, wenn Maßstab, Struktur und Stille zusammenkommen.

Foto: Radmila Dier

Verlassenes Wellblechhaus am Fjord in Island mit Bergen im Hintergrund und orangefarbenem Leuchtturm im Fenster

Lieblingsfoto #14/26
Verlassenes Haus am Fjord
Island

Ein rostiges Wellblechhaus, ein weiter Fjord und im Fenster ein kleiner orangefarbener Leuchtturm: Dieses Lieblingsfoto von Radmila Dier lebt von Details, Stimmung und nordischer Weite. Es zeigt Island nicht als großes Spektakel, sondern als leise Szene voller Geschichten.

Foto: Radmila Dier

Rotes Boot in Nordisland mit kleinen roten Häusern, Bergen und weiter Landschaft im Hintergrund

Lieblingsfoto #15/26
Still life Rotes Boot
Nordisland

Ein rot-weißes Boot im Vordergrund, kleine rote Häuser in der Ferne und dahinter die weite Landschaft Nordislands: Dieses Lieblingsfoto von Claus Schwartze lebt von klaren Linien, reduzierten Farben und nordischer Ruhe. Es zeigt Island nicht spektakulär, sondern leise – und gerade dadurch sehr eindrücklich.

Foto: Claus Schwartze

Hofskirkja Torfkirche in Island mit grasbewachsenem Dach, hellen Wänden und Bäumen im Vordergrund, Lieblingsfoto 16/2026 von Daniel Kabuss

Lieblingsfoto #16/26
Torfkirche
Südisland

Die Hofskirkja wirkt in diesem Lieblingsfoto fast verborgen: ein grasbewachsenes Dach, helle Wände, knorrige Äste und herbstliche Farben. Die Aufnahme von Daniel Kabuss zeigt eine der besonderen alten Torfkirchen Islands nicht als isoliertes Bauwerk, sondern eingebettet in Landschaft, Geschichte und stille Atmosphäre.

Foto: Daniel Kabuss

Nebel an den Klippen von Dyrhólaey in Südisland mit Gras im Vordergrund und dunklen Felsen im Hintergrund, Lieblingsfoto 17/2026 von Dr. Joachim Nieke

Lieblingsfoto #17/26
Klippen von Dyrhólaey
Südisland

Dichter Nebel, dunkle Klippen und ein einzelner Pflanzenstängel im Vordergrund: Dieses Lieblingsfoto von Dr. Joachim Nieke zeigt Dyrhólaey nicht als großes Panorama, sondern als stille, reduzierte Landschaft. Gerade die Zurückhaltung macht die Aufnahme so stark – Island als Stimmung, nicht als Spektakel.

Foto: Dr. Joachim Nieke

Treibholz auf dunklem Sand bei Stokksnes in Südostisland mit Vestrahorn im Hintergrund, Lieblingsfoto 18/2026 von Claus Schwartze

Lieblingsfoto #18/26
Stokksnes & Vestrahorn
Island

Ein einzelnes Stück Treibholz liegt auf dem dunklen, nassen Sand von Stokksnes, dahinter erhebt sich das Vestrahorn im weichen Dunst. Dieses Lieblingsfoto von Claus Schwartze lebt von Reduktion, Tiefe und Ruhe – ein leises Island-Bild, das gerade durch seine Einfachheit stark wirkt.

Foto: Claus Schwartze

Blick hinter den Seljalandsfoss in Südisland mit fallendem Wasser, Felswand, grünem Moos und Landschaft im Hintergrund

Lieblingsfoto #19/26
Seljalandsfoss
Südisland

Der Seljalandsfoss gehört zu den besonderen Wasserfällen Islands, weil man ihn auch von hinten erleben kann. Dieses Lieblingsfoto von Monika Breitsching zeigt den Blick aus der Felsnische heraus: fallendes Wasser, Gischt, grünes Moos und die weite Landschaft im Hintergrund – ein Perspektivwechsel, der den bekannten Wasserfall ganz neu wirken lässt.

Foto: Monika Breitschink

Sonnenuntergang in der Diskobucht in Grönland mit Eisbergen, Felsen, Wasserflächen und einer Person als Silhouette

Lieblingsfoto #20/26
Ilulissat Grönland

Ein stiller Moment am Wasser: Die tief stehende Sonne spiegelt sich zwischen Felsen, Eisbergen und glatten Wasserflächen. Dieses Lieblingsfoto von Radmila Dier zeigt die Diskobucht in Grönland als Ort voller Ruhe, Weite und goldenem arktischem Licht.

Foto: Radmila Dier

Eisberge in der Diskobucht bei Ilulissat in Westgrönland mit Felsen, ruhigem Wasser und klarem blauem Himmel

Lieblingsfoto #21/26
Ilulissat Grönland

Klares Licht, stilles Wasser und Eisberge bis zum Horizont: Dieses Lieblingsfoto von Ulrike Habeck zeigt die Diskobucht bei Ilulissat in Westgrönland in einer ruhigen, fast vollkommenen Weite. Die Felsen im Vordergrund geben dem Bild Tiefe, während das Eis die Landschaft in eine helle, arktische Bühne verwandelt.

Foto: Ulrike Habeck

Die Geschichten hinter den Lieblingsfotos

In der Übersicht oben zeigen wir alle Lieblingsfotos des Jahres 2026 auf einen Blick. Hier erzählen wir die Geschichten hinter den einzelnen Bildern ausführlicher: wo sie entstanden sind, was den Moment besonders macht und warum gerade diese Aufnahme als Lieblingsfoto der Woche ausgewählt wurde.

Die kleinen Bildversionen dienen dabei als Orientierung – der Fokus liegt auf dem fotografischen Blick, der Stimmung vor Ort und den Details, die jedes Bild einzigartig machen.

Eisberge in der Diskobucht bei Ilulissat in Grönland im warmen arktischen Licht, Lieblingsfoto 01/2026 von Jan Rousek

Lieblingsfoto #01/26 – Eisberge bei Ilulissat, Grönland

Dieses Lieblingsfoto führt uns nach Ilulissat in Grönland, an einen Ort, an dem Eis, Licht und Stille eine fast unwirkliche Bühne bilden. Zwischen den großen Eisbergen der Diskobucht liegt das Wasser ruhig, während das warme arktische Licht die Kanten und Formen der Eislandschaft sichtbar macht.

Genau solche Momente machen Grönland für Fotografen so besonders: Nicht das Spektakel allein zählt, sondern die feinen Abstufungen. Blaues Eis, goldener Himmel, weite Wasserflächen und klare Luft verbinden sich zu einer Szene, die gleichzeitig kraftvoll und leise wirkt.

Aufgenommen wurde das Bild von Jan Rousek mit einem Samsung Galaxy S23 Ultra. Es zeigt sehr schön, dass starke Reisefotografie nicht nur von der Kamera abhängt, sondern vor allem vom richtigen Moment, vom Blick für Licht und von der Fähigkeit, eine Landschaft bewusst zu sehen.

Foto: Jan Rousek
Aufnahmeort: Ilulissat, Grönland
Kamera: Samsung Galaxy S23 Ultra
Einstellungen: ISO 50, 27 mm, f/4.5, 1/250 Sek.

Weite Eislandschaft am Ilulissat-Eisfjord in Grönland mit einer einzelnen Person als Größenvergleich, Lieblingsfoto 02/2026 von Radmila Dier

Lieblingsfoto #02/26 – Eisfjord bei Ilulissat, Grönland

Dieses Lieblingsfoto führt noch einmal nach Ilulissat in Grönland – diesmal nicht in das warme Licht der Diskobucht, sondern an den Rand einer gewaltigen Eislandschaft. Der Blick geht über ein scheinbar endloses Feld aus Eis, Bruchstücken, Schollen und aufgetürmten Formen. Am unteren Bildrand steht eine einzelne Person auf dem Fels – klein, fast verloren, aber genau dadurch wird die Dimension dieser Landschaft spürbar.

Für die Fotografie ist diese Aufnahme besonders interessant, weil sie mit Maßstab arbeitet. Ohne die Person im Bild wäre die Eisfläche beeindruckend, aber schwer einzuordnen. Erst durch den menschlichen Bezugspunkt entsteht ein Gefühl für Größe, Entfernung und Weite. Die Landschaft wird nicht nur gezeigt, sondern erlebbar gemacht.

Grönland ist voller solcher Momente: Szenen, in denen man nicht laut werden muss, weil die Landschaft selbst alles sagt. Das diffuse Licht, der bedeckte Himmel und die vielen feinen Blautöne im Eis schaffen eine ruhige, fast monochrome Bildwirkung. Es ist kein dramatischer Sonnenuntergang, sondern eine stille, klare Aufnahme über Maßstab, Kälte, Weite und das Staunen vor der arktischen Natur.

Aufgenommen wurde das Bild von Radmila Dier mit einer Canon EOS R3 und dem RF24-70mm F2.8 L IS USM. Die Aufnahme zeigt sehr schön, warum der Ilulissat-Eisfjord zu den eindrucksvollsten Orten für Landschaftsfotografie in Grönland gehört: Nicht nur wegen der Eisberge selbst, sondern wegen der Frage, wie man ihre Größe, Struktur und Stille fotografisch sichtbar macht.

Foto: Radmila Dier
Aufnahmeort: Ilulissat-Eisfjord, Grönland
Kamera: Canon EOS R3
Objektiv: Canon RF24-70mm F2.8 L IS USM
Einstellungen: ISO 800, 50 mm, f/8, 1/2500 Sek.

Buckelwal zeigt seine Fluke in der Diskobucht bei Ilulissat in Grönland, umgeben von Eisbergen, Lieblingsfoto 03/2026 von Ulrike Habeck

Lieblingsfoto #03/26 – Buckelwal in der Diskobucht, Grönland

Dieses Lieblingsfoto zeigt einen dieser Augenblicke, auf die man auf einer Grönland-Fotoreise hofft – und die sich trotzdem nie planen lassen. Zwischen Eisbergen, kaltem Wasser und den feinen Blautönen der Diskobucht taucht plötzlich ein Buckelwal auf. Für einen kurzen Moment hebt sich die Fluke aus dem Wasser, bevor das Tier wieder in der Tiefe verschwindet.

Gerade diese Flüchtigkeit macht die Aufnahme so besonders. Die Landschaft wirkt fast still und unbeweglich, doch mitten in dieser Ruhe geschieht etwas Gewaltiges. Der Wal ist nur für wenige Sekunden sichtbar, aber seine Präsenz verändert das ganze Bild: Aus einer arktischen Eislandschaft wird eine Begegnung mit der wilden Tierwelt Grönlands.

Fotografisch lebt das Bild von der Reduktion. Keine dramatische Nähe, kein lautes Spektakel – sondern Distanz, Stille und Maßstab. Die Fluke des Buckelwals steht dunkel vor dem hellen Wasser, während die Eisberge im Hintergrund die Szene rahmen. Genau dadurch entsteht diese besondere Spannung zwischen Ruhe und Bewegung, zwischen Landschaft und Leben.

Aufgenommen wurde das Bild von Ulrike Habeck in der Diskobucht bei Ilulissat. Es zeigt sehr schön, warum Grönland für Naturfotografen so faszinierend ist: Man fotografiert nicht nur Eisberge, Licht und Landschaft – sondern immer auch das Unerwartete. Manchmal ist es genau dieser eine Moment, in dem ein Wal auftaucht, der eine ganze Reise unvergesslich macht.

Foto: Ulrike Habeck
Aufnahmeort: Diskobucht bei Ilulissat, Grönland
Kamera: Panasonic DMC-FZ200
Einstellungen: ISO 100, 84,3 mm, f/4, 1/800 Sek.

Der Gljúfrabúi gehört zu den besonderen Wasserfällen im Süden Islands, weil er sich nicht sofort vollständig zeigt. Er liegt verborgen in einer schmalen Schlucht, nur wenige Schritte vom bekannten Seljalandsfoss entfernt – und doch fühlt sich der Ort ganz anders an: enger, dunkler, unmittelbarer. Dieses Lieblingsfoto zeigt genau diese besondere Atmosphäre. Die Person in der roten Jacke steht nicht hinter dem Wasserfall, sondern vor dem Gljúfrabúi in der Schlucht. Um sie herum: dunkler Fels, winterliches Eis, Eiszapfen und das herabstürzende Wasser, das als weicher, heller Vorhang durch die Bildmitte fällt. Fotografisch lebt die Aufnahme von starken Gegensätzen. Das Rot der Jacke setzt einen klaren Akzent in der kühlen, fast monochromen Umgebung. Die lange Belichtungszeit macht das Wasser weich und fließend, während Eis und Fels Struktur und Tiefe geben. So entsteht ein Bild, das nicht nur den Wasserfall zeigt, sondern das Gefühl, in dieser engen Schlucht zu stehen: nah am Wasser, nah am Fels, mitten im Winter. Aufgenommen wurde das Bild von Dr. Nadine Galandi. Es zeigt sehr schön, warum Island für Fotografen so faszinierend ist: Auch bekannte Orte verändern sich mit Licht, Jahreszeit und Perspektive immer wieder neu.

Lieblingsfoto #04/26 – Gljúfrabúi im Winter, Island

Der Gljúfrabúi gehört zu den besonderen Wasserfällen im Süden Islands, weil er sich nicht sofort vollständig zeigt. Er liegt verborgen in einer schmalen Schlucht, nur wenige Schritte vom bekannten Seljalandsfoss entfernt – und doch fühlt sich der Ort ganz anders an: enger, dunkler, unmittelbarer.

Dieses Lieblingsfoto zeigt genau diese besondere Atmosphäre. Die Person in der roten Jacke steht nicht hinter dem Wasserfall, sondern vor dem Gljúfrabúi in der Schlucht. Um sie herum: dunkler Fels, winterliches Eis, Eiszapfen und das herabstürzende Wasser, das als weicher, heller Vorhang durch die Bildmitte fällt.

Fotografisch lebt die Aufnahme von starken Gegensätzen. Das Rot der Jacke setzt einen klaren Akzent in der kühlen, fast monochromen Umgebung. Die lange Belichtungszeit macht das Wasser weich und fließend, während Eis und Fels Struktur und Tiefe geben. So entsteht ein Bild, das nicht nur den Wasserfall zeigt, sondern das Gefühl, in dieser engen Schlucht zu stehen: nah am Wasser, nah am Fels, mitten im Winter.

Aufgenommen wurde das Bild von Dr. Nadine Galandi. Es zeigt sehr schön, warum Island für Fotografen so faszinierend ist: Auch bekannte Orte verändern sich mit Licht, Jahreszeit und Perspektive immer wieder neu.

Foto: Dr. Nadine Galandi
Aufnahmeort: Gljúfrabúi, Südisland
Kamera: Canon EOS R5
Objektiv: Canon EF24-70mm f/2.8L II USM
Einstellungen: ISO 100, 24 mm, f/8, 3,2 Sek.

Dampfende Erde im Hochthermalgebiet Námaskarð in Nordisland mit mineralischen Farben, Steinen und vulkanischer Landschaft

Lieblingsfoto #05/26 – Námaskarð: Dampf und Erde in Nordisland

Das Hochthermalgebiet Námaskarð in Nordisland ist kein Ort der lauten Farben, sondern einer der feinen Übergänge. Aus dem Boden steigt Dampf auf, die Erde wirkt aufgeweicht, mineralisch, fast lebendig. Zwischen grauen, blauen und ockerfarbenen Flächen entsteht eine Landschaft, die weniger an eine klassische Island-Postkarte erinnert als an einen Blick in das Innere der Erde.

Gerade diese Zurückhaltung macht das Bild so spannend. Es zeigt keine spektakuläre Fontäne und keinen dramatischen Sonnenuntergang, sondern die stille Kraft eines Ortes, an dem Hitze, Schwefel, Dampf und Gestein permanent miteinander arbeiten. Die weiche Unschärfe des Dampfes legt sich über die Szene und macht sichtbar, dass diese Landschaft nie wirklich stillsteht.

Fotografisch lebt die Aufnahme von Textur und Atmosphäre. Die rissige Erde im Vordergrund, die verstreuten Steine und der aufsteigende Dampf geben dem Bild Tiefe, ohne es zu überladen. So entsteht eine ruhige, fast abstrakte Komposition über die vulkanische Seite Islands.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Kerstin Wanstrath im Hochthermalgebiet Námaskarð in Nordisland. Es zeigt sehr schön, dass Island nicht nur aus Wasserfällen, Gletschern und Küstenlandschaften besteht, sondern auch aus Orten, an denen man die geologische Energie der Insel unmittelbar spürt.

Foto: Kerstin Wanstrath
Aufnahmeort: Hochthermalgebiet Námaskarð, Nordisland
Kamera: Canon EOS R6 Mark II
Objektiv: Canon EF24-105mm f/4 L IS USM
Einstellungen: ISO 1000, 105 mm, f/4, 1/5000 Sek.

Buckelwal zeigt seine Fluke vor Island im bewegten Meer, Lieblingsfoto 06/2026 von Tina Tillmann

Lieblingsfoto #06/26 – Buckelwal vor Nordisland

Dieses Lieblingsfoto zeigt einen dieser Momente, in denen alles schnell gehen muss. Ein Buckelwal taucht ab, die Fluke hebt sich aus dem Wasser, Gischt spritzt auf – und für einen kurzen Augenblick entsteht eine klare, kraftvolle Bildform mitten im bewegten Meer.

Die Aufnahme lebt von ihrer Direktheit. Die Walfluke füllt den zentralen Bildbereich, dunkel und kontrastreich vor dem kühlen Blau des Wassers. Man sieht die Struktur, die Bewegung und die enorme Kraft dieses Tieres, ohne dass das Bild laut wirken muss. Gerade diese reduzierte Komposition macht den Moment so stark.

Für die Tierfotografie ist eine solche Szene immer eine Herausforderung. Der Augenblick ist kurz, das Boot bewegt sich, das Meer arbeitet und der Wal entscheidet selbst, wann und wo er auftaucht. Umso schöner ist es, wenn aus Beobachtung, Reaktion und fotografischem Gespür eine Aufnahme entsteht, die die Begegnung mit einem Buckelwal so eindrücklich festhält.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Tina Tillmann vor Island. Es zeigt sehr schön, warum Walbeobachtungen für Fotografen so faszinierend sind: Man wartet, beobachtet, hofft – und dann entscheidet ein einziger Moment über das Bild.

Foto: Tina Tillmann
Aufnahmeort: Island
Kamera: Sony DSC-RX10M4
Objektiv: 24–600 mm F2.4–4.0
Einstellungen: ISO 100, 180 mm, f/4, 1/320 Sek.

Dampfsäulen in einer winterlichen Landschaft in Nordisland bei tief stehender Sonne, Lieblingsfoto 07/2026 von Harald Geiger

Lieblingsfoto #07/26 – Geothermie im Abendlicht, Nordisland

Auf diesem Lieblingsfoto sieht man eine Landschaft, in der man die Energie Islands förmlich greifen kann. Aus der winterlichen Ebene steigen mächtige Dampfsäulen auf, während die tief stehende Sonne den Himmel in warmes Gold taucht. Im Hintergrund liegen Wasser, Berge und Schnee – ruhig und weit, fast zurückhaltend. Davor aber arbeitet die Erde sichtbar weiter.

Gerade dieser Gegensatz macht die Aufnahme so stark: warmes Licht und kalter Winter, technische Nutzung und ursprüngliche Landschaft, sichtbarer Dampf und stille Weite. Die Dampfwolken wirken fast wie eigene Formen im Bild. Sie steigen auf, verändern sich, verdichten sich und lösen sich wieder auf – ein Motiv, das nie zweimal gleich aussieht.

Fotografisch lebt das Bild von seiner Atmosphäre. Die Sonne steht tief, die Kontraste sind kräftig, und die dunklen Dampfsäulen setzen sich deutlich vor dem hellen Himmel ab. Gleichzeitig bleibt der Blick weit: Man sieht nicht nur ein Detail, sondern eine ganze Landschaft, in der Geothermie, Licht und nordische Kälte zusammenkommen.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Harald Geiger in Nordisland. Es zeigt sehr schön, dass Island nicht nur durch Wasserfälle, Gletscher und Küsten beeindruckt, sondern auch durch seine vulkanische Kraft – eine Kraft, die an manchen Orten nicht verborgen bleibt, sondern sichtbar aus der Erde steigt.

Foto: Harald Geiger
Aufnahmeort: Nordisland
Kamera: Sony ILCE-1
Objektiv: Sony FE 24-70mm F2.8 GM II
Einstellungen: ISO 100, 55 mm, f/5.6, 1/500 Sek.

Wal atmet vor Island aus und erzeugt eine helle Fontäne über dem bewegten Meer, Lieblingsfoto 08/2026 von Kerstin Wanstrath

Lieblingsfoto #08/26 – Atem eines Wals vor Island

Dieses Lieblingsfoto zeigt einen Moment, der auf dem Meer sofort spürbar ist: Ein Wal taucht auf, atmet aus, und für wenige Sekunden steht eine helle Fontäne aus Atem und Wasser in der Luft. Der Körper des Tieres bleibt nur teilweise sichtbar, doch genau dadurch wirkt die Szene besonders stark. Man sieht nicht alles – aber man versteht sofort, was geschieht.

Fotografisch lebt die Aufnahme von diesem hellen Blas vor der dunkleren Landschaft im Hintergrund. Das Wasser ist bewegt, das Licht bricht sich in den feinen Tropfen, und der Wal bleibt geheimnisvoll im Meer verborgen. Es ist kein lautes Bild, sondern ein sehr atmosphärischer Moment: kurz, wild, unvorhersehbar und zugleich ruhig.

Solche Situationen machen Walbeobachtungen für Fotografen so spannend. Man wartet, beobachtet die Wasseroberfläche, sucht nach Bewegungen – und plötzlich passiert alles gleichzeitig. Der Wal bestimmt den Moment, die Richtung und die Dauer. Die Fotografin muss bereit sein, schnell reagieren und trotzdem die Bildkomposition im Blick behalten.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Kerstin Wanstrath vor Island. Es zeigt sehr schön, dass Tierfotografie nicht immer Nähe braucht. Manchmal reicht der Atem eines Wals, um die ganze Kraft und Präsenz dieses Tieres sichtbar zu machen.

Foto: Kerstin Wanstrath
Aufnahmeort: Island
Kamera: Canon EOS R6 Mark II
Objektiv: Canon EF70-300mm f/4-5.6L IS USM
Einstellungen: ISO 1600, 229 mm, f/10, 1/1600 Sek.

Schneehuhn zwischen dunklen Felsen und orangefarbenen Flechten bei Goðafoss in Nordisland, Lieblingsfoto 09/2026 von Tina Tillmann

Lieblingsfoto #09/26 – Schneehuhn bei Goðafoss, Nordisland

Dieses Lieblingsfoto führt nach Nordisland, in die Umgebung des Goðafoss – und zeigt ein Motiv, das man leicht übersehen könnte. Zwischen dunklem Gestein, Flechten und rauen Felsstrukturen sitzt ein Schneehuhn, fast vollständig in seine Umgebung eingebunden. Erst beim genaueren Hinsehen löst sich der helle Vogel aus der Landschaft.

Gerade diese Zurückhaltung macht die Aufnahme so besonders. Das Schneehuhn steht nicht spektakulär im Vordergrund, sondern wirkt wie ein stiller Teil der Landschaft. Sein weißes Gefieder hebt sich vom dunklen Fels ab, während die feinen Muster an Kopf und Rücken mit den Strukturen der Steine korrespondieren. So entsteht ein Bild, das weniger laut erzählt – und dafür umso genauer hinschauen lässt.

Fotografisch lebt die Aufnahme von Tarnung, Textur und Geduld. Die orangefarbenen Flechten bringen kleine Farbakzente in die kühle Umgebung, der unscharfe Hintergrund lenkt den Blick auf den Vogel, und die Komposition lässt genug Raum, um den Lebensraum mitzuerzählen. Es ist nicht nur ein Tierporträt, sondern auch ein Bild über Anpassung, Ruhe und das Leben in einer rauen nordischen Landschaft.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Tina Tillmann bei Goðafoss in Nordisland. Es zeigt sehr schön, dass Island nicht nur für Wasserfälle und weite Landschaften spannend ist, sondern auch für die kleinen Begegnungen am Rand des Weges – wenn man aufmerksam genug hinsieht.

Foto: Tina Tillmann
Aufnahmeort: Goðafoss, Nordisland
Kamera: Sony DSC-RX10M4
Objektiv: 24–600 mm F2.4–4.0
Einstellungen: ISO 640, 220 mm, f/4, 1/250 Sek.

Eisberge auf einer Eislagune in Island bei tief stehender Sonne und dramatischem Wolkenhimmel, Lieblingsfoto 10/2026 von Radmila Dier

Lieblingsfoto #10/26 – Eislagune im Gegenlicht, Island

Dieses Lieblingsfoto lebt vom Licht. Die tief stehende Sonne bricht durch eine dramatische Wolkendecke, spiegelt sich auf dem Wasser und legt einen goldenen Schimmer über die Eislagune. Gleichzeitig bleiben die Eisberge im Vordergrund kühl und blau – ein starker Kontrast, der dem Bild seine besondere Spannung gibt.

Fotografisch ist die Aufnahme besonders reizvoll, weil sie nicht nur die Eisberge zeigt, sondern die ganze Atmosphäre des Moments. Der Himmel nimmt viel Raum ein, die Wolken wirken schwer und bewegt, und das Gegenlicht zeichnet die Landschaft fast als Silhouette. Dadurch entsteht eine Szene, die gleichzeitig ruhig, kraftvoll und sehr nordisch wirkt.

Gerade an den Eislagunen Islands verändern sich Licht und Stimmung oft innerhalb weniger Minuten. Ein bedeckter Himmel kann plötzlich aufreißen, die Sonne kann für einen kurzen Moment durchbrechen, und aus einer grauen Landschaft wird eine Bühne aus Gold, Blau und dunklen Schatten. Genau diesen flüchtigen Augenblick hält das Bild fest.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Radmila Dier. Es zeigt sehr schön, warum Island für Landschaftsfotografen so faszinierend ist: Nicht nur das Motiv selbst zählt, sondern das Zusammenspiel aus Wetter, Licht, Wasser, Eis und dem richtigen Moment.

Foto: Radmila Dier
Aufnahmeort: Eislagune, Island
Kamera: Canon EOS R3
Objektiv: Canon RF24-70mm F2.8 L IS USM
Einstellungen: ISO 500, 24 mm, f/20, 1/160 Sek.

Skógafoss in Südisland mit goldenen Büschen im Vordergrund und weichem Wasserfall im Hintergrund, Lieblingsfoto 11/2026 von Radmila Dier

Lieblingsfoto #11/26 – Skógafoss im weichen Licht, Südisland

Der Skógafoss gehört zu den bekanntesten Wasserfällen im Süden Islands – und genau deshalb wird er oft frontal, groß und dramatisch fotografiert. Dieses Lieblingsfoto wählt einen anderen Blick. Der Wasserfall bleibt im Hintergrund, teilweise weich und zurückgenommen, während die goldenen Büsche im Vordergrund die Szene bestimmen.

Gerade diese Perspektive macht die Aufnahme besonders. Sie erzählt nicht nur vom großen Wasserfall, sondern von der Landschaft um ihn herum: von Licht, Wind, Vegetation und der feuchten Atmosphäre, die solche Orte in Island prägt. Der Skógafoss wird dadurch nicht kleiner, sondern eingebettet – als Teil einer Stimmung, nicht nur als Sehenswürdigkeit.

Fotografisch lebt das Bild vom Spiel zwischen Schärfe und Unschärfe. Die warmen Töne der Büsche setzen einen feinen Kontrast zum kühlen Weiß des Wassers und zu den dunklen Felsen. Dadurch entsteht eine fast malerische Wirkung: weniger laut, weniger offensichtlich, aber sehr atmosphärisch.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Radmila Dier in Südisland. Es zeigt sehr schön, dass bekannte Motive immer wieder neu gesehen werden können – wenn man nicht nur auf das Offensichtliche schaut, sondern auch auf Vordergrund, Licht und Stimmung.

Foto: Radmila Dier
Aufnahmeort: Skógafoss, Südisland
Kamera: Canon EOS R3
Objektiv: Canon RF100-500mm F4.5-7.1 L IS USM
Einstellungen: ISO 1000, 145 mm, f/5, 1/200 Sek.

Schlucht Fjaðrárgljúfur in Südisland mit moosbewachsenen Felswänden und Flusslauf, Lieblingsfoto 12/2026 von Radmila Dier

Lieblingsfoto #12/26 – Fjaðrárgljúfur: Schlucht aus Fels, Moos und Wasser

Die Schlucht Fjaðrárgljúfur im Süden Islands gehört zu den Landschaften, die man nicht auf einen Blick erfassen kann. Der Fluss windet sich tief zwischen steilen Felswänden hindurch, während Moos, Gestein und Wasser eine fast organische Struktur bilden. Das Auge folgt den Linien der Schlucht, den Kanten der Felsen und dem dunklen Wasserlauf, der sich durch die Tiefe zieht.

Dieses Lieblingsfoto lebt von genau dieser Bewegung. Nichts wirkt statisch: Die Felswände stehen zwar massiv im Bild, aber der Fluss bringt Richtung und Rhythmus hinein. Das Grün des Mooses legt sich weich über die harten Formen des Gesteins und schafft den typischen Kontrast, der viele isländische Landschaften so besonders macht.

Fotografisch ist die Aufnahme spannend, weil sie nicht auf ein einzelnes Hauptmotiv setzt, sondern auf Struktur, Tiefe und Linienführung. Der Blick wandert durch die Schlucht, bleibt an Felsvorsprüngen hängen, folgt dem Wasser und entdeckt immer neue Formen. Es ist ein Bild, das die Landschaft nicht dramatisiert, sondern ihre natürliche Kraft und Komplexität sichtbar macht.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Radmila Dier in Fjaðrárgljúfur in Südisland. Es zeigt sehr schön, warum Island für Landschaftsfotografen so faszinierend ist: Die Motive entstehen nicht nur durch Größe oder Spektakel, sondern oft durch das Zusammenspiel von Wasser, Stein, Moos, Licht und Perspektive.

Foto: Radmila Dier
Aufnahmeort: Fjaðrárgljúfur, Südisland
Kamera: Canon EOS R3
Objektiv: Canon RF24-70mm F2.8 L IS USM
Einstellungen: ISO 1000, 24 mm, f/5, 1/100 Sek.

Person vor dem Svínafellsjökull in Island mit Eis, dunklen Aschespuren und Geröll, Lieblingsfoto 13/2026 von Radmila Dier

Lieblingsfoto #13/26 – Svínafellsjökull, Island

Dieses Lieblingsfoto führt an den Rand des Svínafellsjökull im Südosten Islands. Vor der gewaltigen Gletscherlandschaft aus Eis, dunklen Aschespuren und gefurchten Strukturen steht eine einzelne Person. Sie wirkt klein, fast zurückgenommen – und genau dadurch wird die Dimension des Gletschers sichtbar.

Fotografisch lebt die Aufnahme vom Spiel mit Maßstab und Tiefe. Die Person im Vordergrund gibt dem Bild einen menschlichen Bezugspunkt, während der Svínafellsjökull dahinter wie eine eigene Welt wirkt: rau, kalt, unübersichtlich und voller Linien. Die dunklen Ablagerungen im Eis erzählen von Vulkanismus, Wetter, Bewegung und der ständigen Veränderung dieser Landschaft.

Besonders stark ist die reduzierte Farbigkeit. Schwarz, Weiß, Grau und ein kleiner warmer Akzent der Mütze bestimmen das Bild. Dadurch entsteht eine ruhige, fast grafische Wirkung. Es ist kein klassisches Panorama, sondern eine Szene, die das Gefühl vermittelt, unmittelbar vor dem Eis zu stehen und seine Größe körperlich zu spüren.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Radmila Dier am Svínafellsjökull in Island. Es zeigt sehr schön, warum Gletscher für Landschaftsfotografen so faszinierend sind: Sie sind nicht nur Motive, sondern lebendige Landschaften aus Struktur, Zeit, Bewegung und Licht.

Foto: Radmila Dier
Aufnahmeort: Svínafellsjökull, Südostisland
Kamera: Canon EOS R6 Mark II
Objektiv: Canon RF70-200mm F2.8 L IS USM
Einstellungen: ISO 100, 200 mm, f/2.8, 1/160 Sek.

Verlassenes Wellblechhaus am Fjord in Island mit Bergen im Hintergrund und orangefarbenem Leuchtturm im Fenster

Lieblingsfoto #14/26 – Verlassenes Haus am Fjord, Island

Dieses Lieblingsfoto erzählt auf den ersten Blick von Verlassenheit – und auf den zweiten von genauer Beobachtung. Ein altes Wellblechhaus steht in einer weiten Küstenlandschaft, gezeichnet von Wind, Wetter, Rost und Zeit. Dahinter liegen Fjord, Berge und ein heller Himmel, der die Szene ruhig und fast melancholisch wirken lässt.

Ohne das kleine Detail im rechten Fenster wäre das Bild langweilig: der orangefarbene Leuchtturm, der durch die Öffnung des Hauses sichtbar wird. Er setzt einen unerwarteten Farbakzent und gibt dem Bild eine zweite Ebene. Plötzlich geht es nicht nur um das verlassene Gebäude, sondern auch um Orientierung, Küste, Licht und die Verbindung zwischen Mensch und Landschaft.

Fotografisch lebt die Aufnahme von Zurückhaltung. Keine dramatische Lichtstimmung, kein offensichtliches Hauptmotiv im klassischen Sinn – sondern eine Szene, die durch Linien, Farben und Atmosphäre wirkt. Das rostige Dach, die verwitterte Fassade, das Gras im Vordergrund und die Berge im Hintergrund erzählen gemeinsam von einem Island, das rau, einsam und sehr poetisch sein kann.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Radmila Dier in Island. Es zeigt sehr schön, dass starke Reisefotografie nicht immer das große Naturwunder braucht. Manchmal reicht ein verlassenes Haus am Fjord, ein Fensterblick auf einen Leuchtturm und der richtige Moment, um eine ganze Geschichte anzudeuten.

Foto: Radmila Dier
Aufnahmeort: Island
Kamera: Canon EOS R3
Objektiv: Canon RF24-70mm F2.8 L IS USM
Einstellungen: ISO 1000, 64 mm, f/13, 1/60 Sek.

Rotes Boot in Nordisland mit kleinen roten Häusern, Bergen und weiter Landschaft im Hintergrund

Lieblingsfoto #15/26 – Still Life Rotes Boot in Nordisland

Dieses Lieblingsfoto erzählt von der stillen Seite Islands. Im Vordergrund liegt ein rot-weißes Boot auf steinigem Boden, dahinter stehen kleine rote Häuser in der weiten Landschaft Nordislands. Berge, Himmel und offene Fläche bilden eine ruhige Kulisse, in der nichts laut wirken muss.

Fotografisch lebt die Aufnahme von ihrer klaren Gestaltung. Die Linie des Bootes führt quer durch das Bild und gibt der Szene Struktur. Das Rot verbindet Vordergrund und Hintergrund: Boot, Häuser und kleine Details greifen farblich ineinander und schaffen eine ruhige, fast grafische Komposition.

Gerade diese Reduktion macht das Bild so stark. Es zeigt kein dramatisches Naturspektakel, sondern eine alltägliche Szene an der Küste – und doch erzählt sie viel über Nordisland: vom Meer, von kleinen Siedlungen, von Weite, Wetter und dem Leben am Rand der nordischen Landschaft.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Claus Schwartze in Nordisland. Es zeigt sehr schön, dass Reisefotografie nicht immer nach dem offensichtlich größten Motiv suchen muss. Manchmal liegt die besondere Geschichte in einem Boot am Ufer, in wenigen Farben und in der stillen Ordnung eines Ortes.

Foto: Claus Schwartze
Aufnahmeort: Nordisland
Kamera: Canon EOS R6 Mark II
Objektiv: Canon RF24-70mm F2.8 L IS USM
Einstellungen: ISO 640, 24 mm, f/5.6, 1/160 Sek.

Hofskirkja Torfkirche in Island mit grasbewachsenem Dach, hellen Wänden und Bäumen im Vordergrund, Lieblingsfoto 16/2026 von Daniel Kabuss

Lieblingsfoto #16/26 – Hofskirkja: Torfkirche in Island

Die Hofskirkja im Südosten Islands gehört zu den letzten Torfkirchen des Landes und ist ein besonderes Beispiel für die traditionelle isländische Bauweise. Statt sich deutlich von der Landschaft abzuheben, scheint sie fast mit ihr zu verschmelzen: Das grasbewachsene Dach fügt sich in die Umgebung ein, die hellen Wände leuchten zwischen Bäumen und Sträuchern hervor.

Dieses Lieblingsfoto von Daniel Kabuss zeigt die Kirche nicht frontal und dokumentarisch, sondern sehr atmosphärisch. Die Äste im Vordergrund rahmen das Motiv, herbstliche Blätter setzen feine Farbakzente, und das grüne Torfdach wirkt wie ein natürlicher Teil des Hügels. Dadurch entsteht eine ruhige Szene, die weniger vom Spektakel lebt als von Struktur, Stimmung und genauem Hinsehen.

Fotografisch ist die Aufnahme spannend, weil sie mit Ebenen arbeitet: Vordergrund, Gebäude und Landschaft greifen ineinander. Die Hofskirkja erscheint nicht als Sehenswürdigkeit, die man abhakt, sondern als Ort mit Geschichte und Charakter. Genau solche Motive zeigen, dass Island nicht nur aus Wasserfällen, Gletschern und dramatischen Küsten besteht, sondern auch aus stillen kulturellen Landschaften.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Daniel Kabuss. Es fängt die besondere Verbindung von Architektur, Natur und isländischer Geschichte ein – leise, zurückhaltend und gerade dadurch sehr einprägsam.

Foto: Daniel Kabuss
Aufnahmeort: Hofskirkja, Südostisland
Kamera: Canon EOS 800D
Objektiv: Canon EF-S 18-55mm f/3.5-5.6
Einstellungen: ISO 400, 28 mm, f/8, 1/160 Sek.

Nebel an den Klippen von Dyrhólaey in Südisland mit Gras im Vordergrund und dunklen Felsen im Hintergrund, Lieblingsfoto 17/2026 von Dr. Joachim Nieke

Lieblingsfoto #17/26 – Nebel an den Klippen von Dyrhólaey

Dyrhólaey im Süden Islands ist bekannt für seine dramatischen Klippen, den Blick auf die Küste und die Nähe zu den schwarzen Stränden rund um Vík. Dieses Lieblingsfoto zeigt den Ort jedoch nicht in klarer Fernsicht, sondern in einer ganz anderen Stimmung: Der Nebel schluckt die Weite, die Klippen treten nur schemenhaft hervor, und die Landschaft wirkt still, rau und fast geheimnisvoll.

Besonders stark ist der einzelne dunkle Pflanzenstängel im Vordergrund. Er setzt einen feinen, grafischen Akzent und gibt dem Bild einen ruhigen Mittelpunkt. Dahinter verschwimmen Gras, Fels und Nebel zu einer reduzierten Komposition, in der nicht jedes Detail sichtbar sein muss. Genau dadurch entsteht Raum für Atmosphäre.

Fotografisch lebt die Aufnahme von Zurückhaltung. Es gibt kein grelles Licht, keinen dramatischen Sonnenuntergang und kein klassisches Postkartenmotiv. Stattdessen geht es um Linien, Schichten, Tonwerte und das Gefühl, an einem windigen, feuchten Tag am Rand der Klippen zu stehen. Solche Momente zeigen, warum Island für Fotografen so spannend ist: Auch wenn das Wetter scheinbar „nichts zeigt“, entstehen oft Bilder voller Tiefe.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Dr. Joachim Nieke bei Dyrhólaey in Südisland. Es zeigt sehr schön, dass starke Landschaftsfotografie nicht immer Weite braucht. Manchmal genügt ein stiller Vordergrund, ein verhüllter Hintergrund und die richtige Stimmung.

Foto: Dr. Joachim Nieke
Aufnahmeort: Dyrhólaey, Südisland
Kamera: Nikon Z 6
Objektiv: NIKKOR Z 24-70mm f/2.8 S
Einstellungen: ISO 200, 24 mm, f/6.3, 1/60 Sek.

Nebel an den Klippen von Dyrhólaey in Südisland mit Gras im Vordergrund und dunklen Felsen im Hintergrund, Lieblingsfoto 17/2026 von Dr. Joachim Nieke

Lieblingsfoto #18/26 – Stokksnes: Stille vor dem Vestrahorn

Stokksnes im Südosten Islands ist bekannt für den Blick auf das markante Vestrahorn, für schwarzen Sand, Wasserflächen und dramatische Spiegelungen. Dieses Lieblingsfoto zeigt den Ort jedoch nicht als klassisches Panorama, sondern sehr reduziert: Ein Stück Treibholz liegt im Vordergrund auf dem dunklen, feuchten Sand, während die Berglandschaft im Hintergrund weich und fast entrückt erscheint.

Gerade diese Zurückhaltung macht die Aufnahme besonders. Das Treibholz wird zum ruhigen Ankerpunkt im Bild. Es führt den Blick in die Tiefe, während die weite Fläche des schwarzen Sandes Raum schafft. Dahinter liegt das Vestrahorn im Dunst – nicht scharf herausgearbeitet, sondern als stille, mächtige Form in der Landschaft.

Fotografisch lebt das Bild von Linien, Abstand und Atmosphäre. Der Vordergrund ist klar, der Hintergrund weich. Die Farbigkeit bleibt reduziert, fast monochrom, und genau dadurch entsteht diese ruhige, nordische Stimmung. Es ist kein lautes Bild, sondern eines, das mit wenigen Elementen erzählt: Holz, Sand, Wasser, Berg und Wetter.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Claus Schwartze bei Stokksnes in Südostisland. Es zeigt sehr schön, dass starke Landschaftsfotografie nicht immer das offensichtliche Motiv groß in Szene setzen muss. Manchmal reicht ein kleines Detail im Vordergrund, um eine ganze Landschaft spürbar zu machen.

Foto: Claus Schwartze
Aufnahmeort: Stokksnes / Vestrahorn, Südostisland
Kamera: Canon EOS R6 Mark II
Objektiv: Canon RF24-70mm F2.8 L IS USM
Einstellungen: ISO 800, 24 mm, f/11, 5 Sek.

Blick hinter den Seljalandsfoss in Südisland mit fallendem Wasser, Felswand, grünem Moos und Landschaft im Hintergrund

Lieblingsfoto #19/26 – Hinter dem Seljalandsfoss, Südisland

Der Seljalandsfoss im Süden Islands ist einer der bekanntesten Wasserfälle des Landes – und trotzdem gelingt es immer wieder, ihn neu zu sehen. Dieses Lieblingsfoto zeigt nicht den klassischen Blick von vorne, sondern die Perspektive hinter dem Wasserfall. Der Betrachter steht gewissermaßen mit in der Felsnische, dort, wo Wasser, Gischt, Fels und Landschaft unmittelbar zusammenkommen.

Gerade diese Perspektive macht die Aufnahme so lebendig. Der Wasserfall fällt als heller Vorhang durch das Bild, während rechts die dunkle Felswand Tiefe und Schutz gibt. Im Vordergrund leuchtet das grüne Moos, links öffnet sich der Blick hinaus in die Landschaft. So entsteht ein Bild, das nicht nur den Seljalandsfoss zeigt, sondern das Gefühl vermittelt, selbst an diesem Ort zu stehen.

Fotografisch lebt die Aufnahme von Bewegung und Raum. Das Wasser ist kraftvoll, die Gischt weich, der Fels dunkel und das Moos intensiv grün. Die lange Belichtungszeit macht den Wasserfall fließend und ruhig, ohne ihm seine Energie zu nehmen. Gleichzeitig zeigt die Komposition, wie wichtig der Standort ist: Ein paar Schritte zur Seite, und aus einem bekannten Motiv wird eine neue Geschichte.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Monika Breitsching am Seljalandsfoss in Südisland. Es zeigt sehr schön, warum Island für Landschaftsfotografen so faszinierend ist: Selbst berühmte Orte bleiben spannend, wenn Licht, Wetter, Perspektive und der eigene Blick zusammenfinden.

Foto: Monika Breitsching
Aufnahmeort: Seljalandsfoss, Südisland
Kamera: Canon EOS R6 Mark II
Objektiv: Canon RF24-70mm F2.8 L IS USM
Einstellungen: ISO 800, 24 mm, f/22, 250 Sek.

Sonnenuntergang in der Diskobucht in Grönland mit Eisbergen, Felsen, Wasserflächen und einer Person als Silhouette

Lieblingsfoto #20/26 – Sonnenuntergang in der Diskobucht, Westgrönland

Diskobucht in Grönland, 21 Uhr – einer dieser stillen Abende, an denen Licht und Landschaft fast vollständig miteinander verschmelzen. Die Sonne steht tief über dem Wasser, ihr Licht zieht eine goldene Spur über die glatten Felsen und die ruhige Wasserfläche. Dazwischen liegen Eisberge, dunkle Küstenlinien und kleine Spiegelungen, die den Blick immer weiter in die Tiefe führen.

Besonders stark ist die Ruhe dieser Aufnahme. Die Person links im Bild sitzt fast als Silhouette am Rand der Szene und schaut in die Landschaft hinein. Dadurch bekommt das Foto eine persönliche, fast kontemplative Ebene: Es geht nicht nur um Eisberge und Sonnenuntergang, sondern um das Erleben dieses Moments.

Fotografisch lebt das Bild vom Gegenlicht. Die Sonne wird zum Zentrum der Komposition, während Felsen, Wasser und Eis in dunkleren Formen zurücktreten. Gleichzeitig bleiben genug Details sichtbar, um die besondere Struktur der grönländischen Küste zu spüren: glatte Felsplatten, kleine Wasserläufe, Eisstücke und die Weite der Bucht.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Radmila Dier in der Diskobucht in Grönland. Es zeigt sehr schön, warum diese Region für Fotografen so faszinierend ist: Nicht nur die Größe der Eisberge zählt, sondern auch die leisen Augenblicke dazwischen – wenn Licht, Stille und Landschaft für wenige Minuten vollkommen zusammenpassen.

Foto: Radmila Dier
Aufnahmeort: Diskobucht, Grönland
Kamera: Canon EOS R6 Mark II
Objektiv: Canon RF24-70mm F2.8 L IS USM
Einstellungen: ISO 800, 24 mm, f/22, 250 Sek.

Eisberge in der Diskobucht bei Ilulissat in Westgrönland mit Felsen, ruhigem Wasser und klarem blauem Himmel

Lieblingsfoto #21/26 – Eisberge in der Diskobucht, Ilulissat Westgrönland

Die Diskobucht bei Ilulissat in Westgrönland gehört zu den eindrucksvollsten Landschaften der Arktis. Eisberge treiben auf dem Wasser, kleine Eisstücke liegen zwischen den Felsen, und der Horizont scheint fast vollständig aus Eis, Licht und Himmel zu bestehen. Dieses Lieblingsfoto von Ulrike Habeck fängt genau diese besondere Weite ein.

Besonders schön ist der Aufbau des Bildes: Die Felsen im Vordergrund führen den Blick in die Szene hinein, während die Eisberge in der Ferne eine klare, helle Linie am Horizont bilden. Das Wasser wirkt ruhig, fast spiegelnd, und zwischen den warmen Tönen der Felsen und dem kühlen Blau des Eises entsteht ein spannender, aber sehr harmonischer Kontrast.

Fotografisch lebt die Aufnahme von Klarheit und Tiefe. Es ist kein dramatischer Moment, sondern ein Bild der stillen Größe. Gerade dadurch zeigt es sehr gut, warum die Diskobucht für Landschaftsfotografen so faszinierend ist: Die Motive sind gewaltig, aber die besten Bilder entstehen oft in den ruhigen Zwischenmomenten – wenn Licht, Eis, Wasser und Perspektive zusammenfinden.

Aufgenommen wurde das Lieblingsfoto von Ulrike Habeck bei Ilulissat in Westgrönland. Es zeigt die arktische Landschaft nicht als abstraktes Fernwehbild, sondern als konkreten Ort voller Struktur, Farbe und Ruhe.

Foto: Ulrike Habeck
Aufnahmeort: Diskobucht bei Ilulissat, Westgrönland
Kamera: Canon EOS R6 Mark II
Objektiv: Canon RF24-105mm F4 L IS USM
Einstellungen: ISO 200, 24 mm, f/8, 1/250 Sek.

Lust bekommen, die Arktis selbst zu erleben?

Auch in 2026 kehren wir zurück in die Arktis – mit einer kleinen Gruppe, viel Zeit für Fotografie und intensiver persönlicher Begleitung.
Wenn Sie Island oder Grönland nicht nur sehen, sondern bewusst erleben und fotografisch vertiefen möchten, finden Sie hier alle Informationen über die aktuellen Fotoreisen.


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